Hohenlohe-Franken

Kreuzgangspiele Feuchtwangen Hoffnung auf einen Ansturm im kommenden Jahr

Theater „ohne erhöhtes Risiko machbar“

Archivartikel

Feuchtwangen.Spontanität und Kreativität sind in Corona-Zeiten gefragt, in Feuchtwangen wird weiter „auf Sicht“ gearbeitet. Intendant Kaetzler ist sich sicher: Theater ist auch jetzt machbar.

Für Kreuzgangspiele-Intendant Johannes Kaetzler ist der Sommer 2021 noch mit einigen Fragezeichen versehen. Er hofft auf einen Covid-19-Impfstoff bis März nächsten Jahres. Der Intendant geht davon aus, dass die nächste Spielzeit wie geplant stattfinden kann.

Aber angesichts der derzeitigen Situation gebe er sich keinen Illusionen mit Blick auf den Kartenvorverkauf hin. Kaetzler weist aber auf bestehende Notfallpläne für nächstes Jahr hin. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Krise uns zum Improvisieren zwingt“, sagt er. Es gehe anders, aber genauso positiv weiter. So habe er verzeichnet, dass die Schauspieler viel eigenverantwortlicher agierten. Kulturamtsleiterin Dr. Maria Wüstenhagen hat festgestellt, dass die Bereitschaft, sich auf etwas komplett Neues einzulassen, größer sei. Sie sehe das als Chance, wenn das Publikum dadurch offener und unvoreingenommener in Kulturveranstaltungen gehe.

Theater sei machbar, ohne das Infektionsrisiko zu erhöhen, sagt Kaetzler. In Feuchtwangen sei jedenfalls kein Vorfall unter den Theaterbesuchern auszumachen gewesen.

Nächstes Jahr wird das Programm von diesem Jahr zu sehen sein. In Bram Stokers „Dracula“ wird dann Andres Wobig die Hauptrolle übernehmen

Hartmut Uhlemann, der die Regie für „Ende gut, alles gut“ übernommen und noch nie vorher Shakespeare inszeniert hat, hatte dieses Jahr in Hamburg ein Spektakel rund um Shakespeare organisiert – nach dem Ausfall in Feuchtwangen. Das sei laut Kaetzler sehr gut angekommen. Beim „Sams“ rechne er nicht damit, dass die Schulen nächstes Jahr Karten so stark nachfragen werden wie in den Vorjahren. Weitere Informationen gibt es unter www.kreuzgangspiele.de. snu