Hohenlohe-Franken

Hohenlohekreis Verwaltung übt für den Katastrophenfall

Testalarm mit Warn-App „Nina“

Archivartikel

Hohenlohekreis.Die Bewohner des Hohenlohekreises haben am Samstag über die Bevölkerungswarn-App „Nina“ einen Testalarm erhalten. Dieser war Teil einer Katastrophenfall-Alarmierungsübung des Landratsamtes Hohenlohekreis. Bei der Übung zeigte sich, dass der Verwaltungsstab mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung in einer plötzlichen Krisensituation schnell einsatzbereit ist.

Über die App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erhalten die Bewohner einer betroffenen Region rasch die für sie geltenden Warnmeldungen. Darüber hinaus werden auch mögliche Gefahrstoffausbreitungen, Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes oder Hochwasserinformationen an die Nutzer weitergegeben. Die Benachrichtigung hierzu erfolgt per Push-Nachricht. Sowohl im Appstore als auch bei Google Play kann die Nina-App kostenlos heruntergeladen werden. Alternativ wird sie auch auf der Homepage des BBK (www.bbk.bund.de) zum Download zur Verfügung gestellt.

Hintergrund: Zur Bewältigung einer Katastrophe oder einer vergleichbaren Großschadenslage werden auf Kreisebene ein Führungsstab, besetzt mit Mitarbeitern der Blaulichtorganisationen, und ein Verwaltungsstab, besetzt mit Mitarbeitern der Kommunalverwaltung, gebildet. Während dem Führungsstab die Koordination der unmittelbare Lagebewältigung vor Ort durch Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei und weitere Kräfte obliegt, erarbeitet der Verwaltungsstab vor allem die administrativ-organisatorischen Entscheidungen, die insbesondere für länger anhaltende Krisenlagen notwendig sind, um die Lage zu bewältigen und die Bevölkerung zu versorgen. Dazu gehören zum Beispiel grundsätzliche Entscheidungen über die Evakuierung großer Wohngebiete, Massenimpfungen, die Information der Bevölkerung über großflächige Gefahrenlagen oder gezielte Flutungen bei Hochwasser. Für diese Aufgaben werden im Hohenlohekreis regelmäßig Übungen dieser beiden Stäbe durchgeführt. lra