Hohenlohe-Franken

Stadtrat Aub Weitere Finanzspritze für den TSV abgelehnt / Sportplatzsanierung / „20 000 Euro in einem Jahr wären ein bisschen zu viel“

Statt weiterer Finanzmittel ein zinsloses Darlehen

Aub.Einen Sportplatz zu erhalten, kostet Geld. Das bekam auch der TSV Aub zu spüren, als in diesem Jahr verschiedene Erhaltungsmaßnahmen am Sportplatz anstanden. So hat der Verein nicht nur den Platz saniert, sondern auch zwei Rasenmäher-Roboter angeschafft, Stromkabel und Wasserleitungen neu verlegt, einen Brunnen mit einem neuen Deckel versehen und verschiedene andere Maßnahmen durchgeführt. Insgesamt hat der Verein 42 100 Euro investiert.

Gefördert werden diese Maßnahmen unter anderem auch vom Bayerischen Landessportverband. Um die Förderung zu erhalten, muss der Verein aber verschiedene Auflagen erfüllen. Eine davon ist eine gesicherte Finanzierung.

Mit einem Antrag, die Maßnahmen mit weiteren 10 000 Euro zu unterstützen, war der TSV an die Stadt Aub herangetreten. Einen Zuschuss von 10 000 Euro für den Kauf der Mähroboter hatte der Stadtrat dem Verein schon genehmigt. Da sich die Baumaßnahmen aber umfangreicher erwiesen als ursprünglich gedacht, benötigt der TSV weitere Unterstützung seitens der Stadt Aub.

Im Stadtrat hielten sich die Ratsmitglieder mit ihrer Zustimmung sichtlich zurück. Theo Theuerkaufer wies darauf hin, dass man in diesem Jahr nicht nur den Zuschuss für die Rasenpflege gegeben habe.

„Gibt auch noch andere Vereine“

Daneben habe die Stadt Aub auch einen Teil des Sportplatzes, der noch in Privatbesitz war und bisher nur angepachtet war, erworben, um ihn dem Verein zu überlassen. Die Stadt könne nicht einen Verein alleine so kräftig unterstützen. Es gebe auch noch andere Vereine in der Stadt, die gute Arbeit leisten. Roman Menth wollte wissen, ob dem Verein auch gedient sei, wenn man das Geld nicht als Zuschuss bereitstelle sondern als unverzinsliches Darlehen. Klaus Saliger erinnerte daran, dass im Frühjahr, als es um den Zuschuss für die Roboter ging, in den Raum gestellt wurde, die Finanzierung der Gesamtmaßnahme weiter zu unterstützen. Auch für Karlheinz Krieger war ein Zuschuss von 20 000 Euro in einem einzigen Jahr „ein bisschen zu viel“.

Den Antrag des Vereins auf einen über die bereits gewährten 10 000 Euro hinausgehenden Zuschuss in diesem Jahr lehnte der Stadtrat schließlich einstimmig ab, sagte der Vereinsführung aber zu, bestehende Finanzierungslücken mit einem zinslosen Darlehen zu überbrücken. Die genauen Bedingungen dafür müssten noch vereinbart werden.

Dem örtlichen Tennisclub dagegen sagte der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung einen Zuschuss zum Kauf eines neuen Rasenmähers zu. Der Verein hatte eine Unterstützung von 200 Euro für den Kauf eines neuen Rasenmähers für 600 Euro beantragt. ag