Hohenlohe-Franken

Auber Stadtrat tagte Denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zur Sanierung der Stadtmauer wird beantragt

Schadhafte Stellen zwingen zum Handeln

Der Auber Stadtrat hat die Sanierung der Stadtmauer beschlossen. Begonnen werden soll im Bereich des Spitalgartens.

Aub. Nahezu vollständig erhalten umspannt die Stadtmauer auch heute noch die Auber Altstadt. An manchen Stellen aber ist die alte Mauer im Laufe der Jahre schadhaft geworden. Deshalb will die Stadt Aub jetzt mit der Sanierung beginnen. Einen entsprechenden Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis brachte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg.

Die Stadtmauer, die die Altstadt noch nahezu vollständig umfasst, ist an einigen Stellen schadhaft geworden. Mauerfugen sind verwittert und ausgewaschen, Steine an der Mauerkrone sind lose, drohen herabzufallen oder werden von Waschbären, die sich in den Abendstunden auf der Stadtmauer tummeln, herabgestoßen. Teilweise wuchern auch Gräser und Sträucher in den Mauerfugen, im Bereich des Kräutergartens springen herabfallende Steine meterweit ins Gelände.

Als einen ersten Bauabschnitt schlug Bürgermeister Robert Melber deshalb auch den Bereich des Spitalgartens, entlang des dortigen Kräutergartens, um den Turm herum bis zur Spitalbühne vor. Die Stadtmauer soll neu verfugt werden, loses Material soll wieder befestigt werden. Um mit der Sanierung beginnen zu können, muss aber erst Rücksprache mit den Denkmalschutzbehörden gehalten, eine entsprechende Erlaubnis beantragt werden. Ratsmitglied Theo Theuerkaufer fand, noch dringender sanierungsbedürftig als im Spitalbereich sei die Mauer entlang Judengasse und der vorgelagerten Gärten sowie im Bereich der Johannes-Böhm-Straße. Dort verlaufe die Stadtmauer zudem direkt an öffentlichen Straßen.

Dieser Bereich sollte nach Ansicht des Bürgermeisters der nächste Abschnitt sein, der in Angriff genommen werde, doch müsse man ja an einer Stelle beginnen. So beschloss der Stadtrat schließlich, die benötigte denkmalschutzrechtliche Erlaubnis für den Bereich im Spitalgarten zu beantragen.

Bausachen

Da die Anzahl der Schulkinder aus Aub und Ortsteilen mit 43 die Grenze von 50 in diesem Jahr unterschritt, berief der Stadtrat Gertraud Rappert aus der Schulverbandsversammlung ab. Bürgermeister Robert Melber lobte in diesem Zusammenhang nicht nur das gute Einvernehmen mit der beteiligten Gemeinde Gelchsheim, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Schulleitung: „Diese Schule ist ein Glücksfall, nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Kinder,“ lobte Melber.

Einem Bauantrag, ein bestehendes Wohnhaus im Stadtgebiet durch einen Neubau zu ersetzen, gab der Auber Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gerne statt.

Die Eigentümer des Wohnhauses in der Hemmersheimer Straße hatten beantragt, statt des bestehenden Wohnhauses ein Einfamilienhaus mit Garage und Carport neu zu errichten. Der Abbruch des bestehenden Gebäudes ist schon im Gange. Das neue Wohnhaus soll an Stelle des bisherigen entstehen. Den Antrag, ein neues Gartenhaus direkt an der Stadtmauer in der Harbachstraße zu errichten, hatte der Stadtrat schon einmal mit dem Hinweis darauf zurückgestellt, die Bauwerber mögen sich erst mit der Städtebauplanung absprechen. Der Städtebauplaner empfahl dem Gremium nun, dem Antrag zuzustimmen. Zwar stehe das künftige Gebäude, ein einfaches Gartenhaus mit Pultdach, direkt an der Stadtmauer, liege aber zurückversetzt auf dem Grundstück hinter einer Hecke. Einstimmig erteilte der Stadtrat dem Antrag in dieser Form sein Einvernehmen. Bürgermeister Robert Melber informierte das Ratsgremium darüber, dass nach der Beleuchtung des Eselsbrückchens auch entlang des Gartenweges Strahler aufgehängt werden. Somit können Fußgänger die Brückenbaustelle bei Dunkelheit auch an dieser Stelle umgehen. Nach Melbers Worten liegen noch weitere Anträge vor, Fußwege zu beleuchten.

Diese werden geprüft, können aber voraussichtlich nicht alle erfüllt werden. Man müsse in der dunklen Jahreszeit einen beleuchteten Fußweg halt auch entsprechend den Gegebenheiten auswählen.