Hohenlohe-Franken

Energieversorgung Arbeiten an Windrad mit Getriebeschaden

Plötzlich „oben ohne“

Archivartikel

Rot am See.Da fehlt doch was: Zunächst positionierte sich ein großer Kran an der Bundesstraße 290, dann stand eines der Windräder zwischen Brettenfeld und dem Schuckhof plötzlich „oben ohne“ da. Jörg Busse, Pressesprecher der EnBW Energie Baden-Württemberg, weiß, was es mit den Arbeiten auf sich hat.

An einer der Anlagen wurde in den vergangenen Tagen der gesamte Triebstrang ausgetauscht – also die Getriebewelle inklusive Hauptlager. Unübersehbar war damit auch der kurzfristige Abbau der Flügel verbunden.

Ein ungeplanter Stillstand der Anlage gleich zu Beginn ihres Betriebs – ein Defekt in einem elektronischen Schaltfeld hatte damals alles lahmgelegt – hinterließ Busse zufolge sogenannte Stillstands-Markierungen an den Getriebezähnen: Druckstellen, die sich eingekerbt haben. Das Windrad konnte damals zwar weiterhin betrieben werden. Um allerdings einem möglichen größeren (Getriebe-)Schaden vorzubeugen, der, so Busse, zu einem späteren Zeitpunkt daraus hätte entstehen können, sei der betroffene Anlagenteil nun prophylaktisch ausgetauscht worden. Die Arbeiten zum Triebstrangtausch haben bereits am 23. Juni mit der Anlieferung der Großkomponenten begonnen und sind jetzt weitgehend abgeschlossen. Die zwei 200-Meter-Riesen vom Typ Nordex N 131 bei Brettenfeld sind im Herbst 2017 in Betrieb gegangen. Sie haben eine Leistung von je 3,3 Megawatt. bit