Hohenlohe-Franken

Hohenlohekreis Wichtiger Schritt zur Stilllegung der ehemaligen Kreismülldeponie

Planungen „intensiv und hochkomplex“

Künzelsau.Für die fachgerechte Stilllegung der Deponie Stäffelesrain bei Kupferzell-Beltersrot ist nun der erste große Meilenstein erreicht. Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis hat die erforderlichen Plangenehmigungsunterlagen beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht.

„Die Planungen waren intensiv und hochkomplex“, so der Geschäftsführer Sebastian Damm. Bei der Stilllegung einer ehemaligen Kreismülldeponie treffen verschiedene Rechtsvorschriften aufeinander. So mussten neben den abfallrechtlichen Besonderheiten auch die Belange des Natur- und Artenschutzes berücksichtigt werden. Bei der Stilllegung der ehemaligen Kreismülldeponie geht es vor allem darum, die Oberfläche der Deponie abzudichten, so dass kein Niederschlagswasser in den Müllkörper eindringen kann. In den Antragsunterlagen sind auch die Ergebnisse des Bürgerdialos mit den Anwohnern festgehalten. Diese waren bei Workshops Ende 2016 gemeinsam erarbeitet worden. So soll der neue Ausbauabschnitt der Deponie Stäffelesrain als so genannte Mischdeponie der Klasse DK0/DK1 betrieben werden. So wird beispielsweise kein Material aus den Abrissen von Atomkraftwerken angenommen. Der Betrieb der Deponie wird darüber hinaus vom Landkreis sichergestellt.

„Wir freuen uns, die Plangenehmigung endlich einreichen zu können“, sagt Betriebsleiterin Silvia Fritsch. Ursprünglich war die Einreichung der Unterlagen nach dem Kreistagsbeschluss Ende 2016 geplant. Bei den Naturschutzmaßnahmen sorgte die Feinabstimmung dann aber für Verzögerungen. Für das Gesamtdeponiegelände waren unterschiedliche naturschutzrechtliche Gutachten erforderlich. Dies führte letztendlich dazu, dass sich die Abstimmungsverfahren bis April hingezogen hatten. Eine dieser Maßnahmen war beispielsweise die Konzeption einer Ausgleichsmaßnahme für die streng geschützte Gelbbauchunke. Für diese Art wird eigens ein geeigneter Feuchtbereich angelegt. Die Genehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart wird noch 2018 erwartet.

Die Genehmigung zur Ausschreibung des Baus der Vorflutleitung und des Wertstoffhofs mit Grüngutplatz wurde in der letzten Sitzung des Kreistags genehmigt.