Hohenlohe-Franken

„Unter Beobachtung“ Projekt der Kulturregion Stuttgart

Orte der Gastlichkeit

Archivartikel

Schwäbisch Hall.Schwäbisch Hall beteiligt sich als Mitgliedskommune beim Projekt „Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs“ der Kulturregion Stuttgart mit einem Beitrag im Dieter-Franck-Haus. „alles da? was fehlt?“ ist der Titel des eigens konzipierten Kunstprojekts der Schwestern Dorothea und Felicitas Franck.

Für die Bildhauerin Felicitas Franck und die Sprachwissenschaftlerin Dorothea Franck sind Kunst und Sprache Orte der Gastlichkeit. Der Ausstellungsort, das Nachlassmuseum ihres Vaters am Rande der Stadt, war im 19. Jahrhundert ein Gasthof.

Das Erdgeschoss des Hauses bespielt Felicitas Franck: Einem Raum gibt sie in die Anmutung einer Höhle – mit Höhlenkunst an dunklen Wänden. Ihre Installation „Hölderlin lesen unter Fischen“ (siehe Abbildung) würdigt den vollendeten Rückzug des Dichters. Für Dorothea Franck ist die Sprache der Ort des Rückzugs par excellence. Im Obergeschoss des Hauses finden Besucher Wörter, die in der Luft hängen und ein Tischtuch, das sich am Gespräch beteiligt.

Dorothea und Felicitas Franck sind in Schwäbisch Hall geboren. Dorothea Franck ist Sprach- und Literaturwissenschaftlerin. Sie erforscht und erprobt Sprache in jeder Hinsicht. Sie unterrichtete Poetik und Rhetorik an der Universität von Amsterdam. Heute lebt sie in Bern. Felicitas Franck ist Bildhauerin und lebt auf der Oberlimpurg in Schwäbisch Hall. 2010 zog sie für den Aufbau des Dieter Franck Hauses und ihres Ateliers auf der Oberlimpurg von Berlin nach Schwäbisch Hall.