Hohenlohe-Franken

Auber Stadtrat Frage nach Größe der einzelnen Parzellen diskutiert / Absage an Einbahnstraßen-Regelung / Flächen für Lärmschutz sollen erworben werden

Neues Baugebiet „Heerstraße II“ nimmt langsam Form an

Aub.Das neue Baugebiet der Stadt Aub nimmt langsam Form an. Einen ersten Planentwurf des Baugebietes „Heerstraße II“ präsentierte Ingenieur Jürgen Bauer vom Planungsbüro „Plan 2O“ dem Auber Stadtrat vor. Die Stadt ist inzwischen Eigentümerin der gesamten benötigten Fläche.

Nach Bauers Worten geht es zunächst darum, grundsätzliche Fragen zu klären. Um weiter planen zu können, müsse der Stadtrat festlegen, wie groß die einzelnen Bauplätze sein sollen und wie das Areal straßenmäßig erschlossen wird.

Nach dem vorgelegten Entwurf wird das neue Baugebiet, gelegen zwischen der Ochsenfurter Straße und dem Baugebiet „Heerstraße I“, durch eine sieben Meter breite Stichstraße vom Oellinger Weg her erschlossen. Bauer schlug eine Stichstraße mit Wendehammer und einer weiteren kleinen Stichstraße Richtung Norden, mit der zwei hinterliegende Bauplätze erschlossen werden sollen, vor. Die insgesamt 15 Bauplätze des Neubaugebietes weisen Flächen zwischen 525 Quadratmetern und 785 Quadratmetern auf. Insgesamt erstrecken sich die Planungen über 11 000 Quadratmeter.

Bauers Entwurf löste im Stadtrat eine lebhafte Diskussionen aus. Einerseits sprachen sich Ratsmitglieder dafür aus, die kleineren Grundstücke etwas größer zuzuschneiden. Die Bauplätze im Gebiet Weinbergsäcker hätten gezeigt, dass dort von den Bauwerbern mehr Fläche gewünscht wurde, einige haben gemeinsam drei Bauplätze erworben und dann in zwei aufgeteilt. Andere kauften gleich zwei der Grundstücke für ein einziges Bauprojekt. Für andere Ratsmitglieder dagegen waren die großen Grundstücke wiederum zu groß. Heutzutage ließen sich kleinere Bauplätze aus Kostengründen leichter vermarkten.

Keinen Anklang im Stadtrat fand die von Bauer vorgeschlagene Stichstraße. Eine durchgehende Straße sei praktikabler. Dazu könnte eine schon im Baugebiet Heerstraße I im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung vorgesehene Zufahrt als östliche Einfahrt dienen.

Dritter Bürgermeister Michael Neckermann regte an, die Bauplätze nicht streng rechteckig zuzuschneiden sondern Form und Zuschnitt individuell zu gestalten. Letzteres wiederum hielt Ingenieur Bauer für nur schwer machbar. Allerdings könnte beispielsweise nahe der östlichen Zufahrt ein öffentlicher Platz vorbehalten werden, um den künftigen Anwohnern Raum für persönliche Kontakte zu bieten.

Verschiedene Meinungen

Die Meinungen im Gremium gingen auch darüber auseinander, ob wirklich eine breite Erschließungsstraße erforderlich sei, auf der Begegnungsverkehr möglich ist. Stattdessen könnte Raum geschaffen werden beispielsweise für einen Gehweg oder für Parkplätze. Der Vorschlag, eine schmälere raumsparende Einbahnstraße durch das Baugebiet zu führen, fand dagegen keinen Anklang im Ratsgremium. Schließlich einigte sich der Stadtrat auf die Vorgaben an das Planungsbüro, dass das Areal nicht mit einer Stichstraße sondern über eine Durchgangsstraße erschlossen werden soll, die nicht als Einbahnstraße angelegt wird. Die einzelnen Bauplätze sollen zwischen 550 Quadratmeter und 700 Quadratmeter groß sein.

Jetzt müsse unter anderem geprüft werden, ob entlang der Staatsstraße Fläche für den Lärmschutz erworben werden kann. Außerdem muss die Erschließung bezüglich der Abwasserableitung geregelt werden.