Hohenlohe-Franken

Leserbrief Wie Straßenwärter aktuell Straßenränder und -gräben mähen, hat eine Leserin beobachtet

„Mach’ das einmal nach!“

Archivartikel

Wer hat schon einmal von der Nähe gesehen, wie die Straßenwärter jaktuell die Straßenränder, Gräben und Böschungen mähen beziehungsweise abmulchen? Es bleibt einem die Spucke weg, wenn man dem Ganzen einmal von der Nähe zusieht. Ein Straßenunimog, mit drei verschiedenen Mäharmen oder Mähfräsen, gehen in drei verschiedenen Längen vom Unimog aus. Zwei Fahrer sitzen noch im Mähfahrzeug, der eine ist der Fahrer, das das Fahrzeug lenkt und gleichzeitig das eine Mähwerk bedient, das den oberen Straßenrand abmulcht. Der Nebensitzer ist der, der die zwei anderen Mähwerke führt und steuert, je nach Höhe, Tiefe oder Breite und dem Fahrzeugführer schnell Kommando geben muss, zum Anhalten, wenn eine Überfahrt oder sonst ein gefährlicher Gegenstand im hohen Gras erscheint.

Bei jedem Straßenstickel, dreieckigen Stationierungszeichen oder Straßenbaum, müssen die zwei Mählenker ihre drei Mäharme hoch nehmen oder wieder hinunter lassen oder einfach die ganze Maschinerie geschickt um alles Auftauchende umlenken oder hochheben. Es ist ein gewaltiges Meisterwerk, der Maschinenhersteller, die dieses Mähfahrzeug ausgedacht und gebaut haben. Aber ebenso ist es eine gewaltige Meisterleistung, dieses ganze Fahrzeug, zum glücklichen, guten und perfekten Einsatz zu bringen. Bei zwei Meter hohen Böschungen oder abfallenden Straßengräben, muss sogar zwei Mal die ganze Prozedur gefahren werden, mit welchem Wissen und Können und Feingefühl, dass man nur so staunen kann. Und die zwei Fahrer müssen Fuchs und Hase sein, dass alles gut läuft, nichts passiert und hinterher, noch tippi toppi aussieht. Auch müssen die Fräsmesser immer scharf sein, sonst gibt es auch nicht ein so sauberes Bild, auch dafür sind die Fahrer zuständig. Durch die jetzt herrschende Hitze (35 Grad im Schatten), staubt die ganze Prozedur, auch noch stellenweise gewaltig, dass man bald die Straßenstickel nicht mehr sieht, manchmal fast den ganzen Unimog.

Also, wenn man das alles einmal von der nächsten Nähe sieht, dann muss man nur staunen, wie diese zwei Fahrer stunden- und tagelang, diese schwere, angespannte Arbeit machen und dass es dann nachher so wunderbar aussieht, bis zum höchsten Böschungsrand. Das darf man wohl auch einmal in der Zeitung schreiben und ein großes Lob aussprechen, für die ganzen Straßenwärter und Unimogmähfahrzeugfahrer.

Herzlichen Dank Euch allen, die ihr jetzt tagelang, vielleicht wochenlang, die ganzen Straßenränder ganz spitze sauber gemacht habt. Dass einem fast die Spucke wegbleibt, wenn man das einmal von der Nähe betrachtet. Die ganze Maschinerie und ganz besonders die zwei Arbeiter, Torsten Rupp und Max Seubert, die diese Arbeit mit höchster Konzentration, jetzt jeden Tag machen. Ihnen gehört auch einmal ein Dank und eine Hochachtung in der Zeitung. Mach das einmal nach ... denkt vielleicht nicht nur eine 73-jährige alte Bäuerin. Zugesehen am 21. August, südlich vor Schmerbach.