Hohenlohe-Franken

Corona-Krise Umfrage in Röttingen

Lob für den bayerischen Ministerpräsidenten

Röttingen.Wie gehen die Röttinger mit der schwierigen Lage angesichts der Corona-Krise um? Unsere Zeitung hörte sich vor Ort um.

Bis auf die eingeschränkten Freizeitaktivitäten hat der 61-jährige Fenstermonteur Siegfried Wolfarth keine nachteiligen Erfahrungen mit der Corona-Krise gesammelt. Doch diese Einschränkungen schmerzen den gebürtigen Schäftersheimer sehr, denn das wöchentliche Tischtennisspielen und vor allem die Skatrunde beim „Döner-Ali“ fehlen ihm schon sehr. Beruflich gibt es für ihn keine Probleme, hat man beim Fenstereinbau doch stets einen ausreichenden Abstand zu seinem Arbeitskollegen.

Der 58-jährige Helmut Brückner bedauert es sehr, dass er seine beiden über 80-jährigen Eltern im an seinem Wohnhaus angebauten Elternwohnhaus nicht besuchen kann. Man verständige sich von Balkon zu Balkon. Genauso bedauert der aktive Handwerker, dass kein Baumarkt mehr geöffnet hat, benötige er doch laufend diverse Handwerksutensilien. Der künftige Röttinger Bürgermeister Hermann Gabel ist voll des Lobes für den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. „Es ist richtig und vor allem sinnvoll und notwendig, was er macht“, so seine Meinung. Sorgen bereitet dem Vorsitzenden des Röttinger Gewerbevereins vor allem die örtliche Gastronomie. Er hoffe auf die Bürger, die durch Lieferung & to go-Einkäufe die sehr wichtigen Tourismusgeschäfte unterstützten.

„Anfangs nahmen es die Leute noch etwas locker, doch zwischenzeitlich ist ihnen die Ernsthaftigkeit klar“, meint die Röttinger Bäckermeisterin Elisabeth Lang. Für ihre Bäckerei gab es vor allem zu Beginn viele offene Fragen. Zwischenzeitlich sei dies aber zum größten Teil behoben. Es werde weiterhin jeden Tag frisch gebacken, und die Öffnungszeiten seien unverändert.

Dr. med. Patrick Ball von der Gemeinschaftspraxis Dr. Ball/Dr. Renner sieht die Hauptaufgabe darin, das eigene Personal und sich selbst so zu schützen, dass man nicht infiziert wird, denn ein Ausfall hätte fatale Folgen. In der Gemeinschaftspraxis wird nur hocheffektiver Mundschutz (FFP2) verwendet. An Schutzausrüstung konnte die Praxis allerdings bisher nur auf eigene Mittel zurückgreifen, von Außerhalb kam leider nichts, so der Mediziner.