Hohenlohe-Franken

Zuchtviehauktion in Ilshofen Kälberpreise bleiben weiter stabil

Lebhafte Nachfrage bei den Jungkühen

Archivartikel

Ilshofen.Unlängst fand in Ilshofen die Zuchtrinder- und Nutzkälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg statt. Im Angebot standen neben 37 Stück Großvieh 344 Kälber. Die Jungkuhnachfrage zeigte sich deutlich lebhafter als an der Juliauktion, die Kälberpreise blieben konstant.

Holsteins: Die beiden von Familie Weidner aus Künzelsau-Steinbach vorbildlich vorgestellten Jungkühe erlösten durchschnittlich 1540 Euro. Zum Höchstpreis von 1640 Euro wechselte eine enorm euter- und fundamentstarke Larona-Tochter ins benachbarte fränkische Zuchtgebiet.

Fleckvieh: Hier standen zunächst zwei Jungbullen zum Verkauf, die durchschnittlich 1925 Euro erlösten. Am begehrtesten war ein Mint-Sohn aus einer tiefen und sehr langlebigen Kuhlinie, der 2250 Euro kostete und von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen zum Verkauf vorgestellt wurde.

33 Jungkühe wurden von den nordwürttembergischen Züchtern zum Verkauf aufgetrieben. Die Qualität war über das ganze Lot sehr gut und schon im Vorfeld war die Stallgasse gut mit Kaufinteressenten gefüllt. Wie die Beschicker auch, hielten sich die Kaufinteressenten ganz vorbildlich an die gesetzlichen Coronabestimmungen.

An der Spitze der Kollektion rangierte eine sehr harmonische und fundamentstarke Miami-Tochter mit 32,5 kg Milch von Familie Stier aus Untermünkheim-Schönenberg, die zum Tageshöchstpreis von 1960 Euro ebenfalls ins benachbarte Mittelfranken verkauft wurde. Preislich folgte mit 1940 Euro eine aus der Passerkombination Herzschlag x Hurly stammenden, mit viel Potential ausgestatteten Jungkuh von Dieter Roth aus Oberrot-Ebersberg, die in einen bekannten Zuchtbetrieb auf die Ostalb wechselte. Ebenfalls sehr begehrt war eine mit Trächtigkeitsgarantie angebotene Evra-Enkelin vom Betrieb Kuppler aus Schrozberg-Reupoldsrot, die 34,2 kg Milch leistete und 1800 Euro erlöste. Bei insgesamt sehr zügigen Marktverlauf ergab sich ein Durchschnittspreis von 1519 Euro.

55 angebotene Kuhkälber brachten im Mittel 78 kg auf die Waage und erlösten einen mittleren Preis von 2,83 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 222 Euro je Tier.

Nach wie vor recht gut ist die Nachfrage nach Bullenkälbern. So konnten sich die 307 angebotenen Tier im Preis stabil halten. Bei einem Durchschnittsgewicht von 82 kg errechnete sich ein Preis von 5,10 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 418 Euro je Tier.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden jeweils am Mittwoch, 9. September (Kälber Fleckvieh) sowie am 23. September (Großvieh und Kälber Holsteins u. Fleckvieh) statt. ths