Hohenlohe-Franken

Wirtschaft Krise im Zuge der Pandemie-Auswirkungen

Käthe Wohlfahrt in Finanz-Nöten

Archivartikel

Rothenburg.Dem Rothenburger Weihnachtsunternehmen „Käthe Wolfahrt“ geht es offenbar schlecht. Es begibt sich in ein Schutzschirmverfahren.

Beim Schutzschirmverfahren handelt es sich um ein gerichtliches Sanierungsverfahren auf Basis des deutschen Insolvenzrechts. Die Unternehmensführung – in diesem Fall Harald Wohlfahrt – leitet weiter den Betrieb und arbeitet an einem Restrukturierungsplan beziehungsweise Insolvenzplan.

Als Grund für die aktuellen Kalamitäten gibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung „finanzwirtschaftliche Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise durch den eingebrochenen Tourismus und die nahezu gänzlich ausgefallenen Weihnachtsmärkte“ an.

„Arbeitsplätze erhalten“

„Der Schritt in die gerichtliche Eigenverwaltung ist mir nicht leicht gefallen. Gerade nach fast 60-jähriger Firmengeschichte versucht man grundsätzlich, einen solchen Schritt zu vermeiden“, sagt Geschäftsführer Harald Wohlfahrt. „Die Auswirkungen der Corona-Situation haben mir aber leider keine andere Wahl gelassen. Trotzdem sehe ich den Weg über das gerichtliche Sanierungsverfahren als den absolut richtigen Schritt.“ Es gehe darum, Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Geschäftsbetrieb werde laut Wohlfahrt in vollem Umfang fortgeführt. Die Käthe Wohlfahrt KG beschäftigt rund 280 Mitarbeiter. Deren Lohn- und Gehaltszahlungen würden von der Arbeitsagentur bis zum 31. Januar 2021 „in voller Höhe sichergestellt“.

Wohlfahrt wird im Verfahren von einer Anwaltskanzlei unterstützt. Das Amtsgericht Ansbach hat den Rechtsanwalt Volker Böhm zum vorläufigen Sachverwalter bestellt, außerdem ist eine Unternehmensberatungsgesellschaft eingeschaltet. Das Verfahren soll mit Beginn des 2. Quartals 2021 abgeschlossen sein.