Hohenlohe-Franken

Alfred Berner-Stiftung springt ein Spende über 50 000 Euro

Jetzt doch: Bürgerbudget geht in zweite Runde

Archivartikel

Künzelsau.Weil die Albert Berner-Stiftung mit einer Spende über 50 000 Euro eingesprungen ist, kann das „Künzelsauer Bürgerbudget“ auch im Jahr 2020 weitergeführt werden.

„Aufgrund der Corona-Pandemie und einer haushaltswirtschaftlichen Sperre der Stadtverwaltung war die Ausschreibung für das Bürgerbudget eigentlich abgesagt“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann mit Wehmut in der Stimme. Das Bürgerbudget ist ein Förderprogramm für Bürgerprojekte in Künzelsau, das seit 2019 besteht. Nach erfolgreichem Start im vergangenen Jahr hätte es 2020 fortgeführt werden sollen. Dann kam Corona – und damit das vorläufige Aus für das Projekt.

Als sie davon erfuhr, „war uns sofort klar, dass wir hier unterstützen möchten“, sagt Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau. Schließlich habe das Projekt „immenses Potenzial für unsere schöne Stadt und ihre Einwohner.“ Bürger könnten sich und eigene Ideen einbringen und damit selbst entscheiden, welche Projekte wichtig sind. Für Ursula Berner ist das gelebte Kommunalpolitik und Demokratie – wichtige Eckpfeiler der Stiftungsarbeit. „Die Projekte kommen den Menschen vor Ort zugute. Diese Haltung ist ganz im Sinne meines Ehemannes und Initiator der Stiftung Albert Berner“, so Ursula Berner weiter.

Die Stiftung, die in diesen Tagen ihr 25. Jubiläum feiert, hat das Bürgerbudget zum diesjährigen Leuchtturmprojekt erklärt. Die Fördersumme in Höhe von 50 000 Euro übernimmt die Albert Berner-Stiftung.

Froh und dankbar äußerte sich Bürgermeister Stefan Neumann. „Gemeinsam suchen wir nun besondere Projektideen und freuen uns auf die Vorschläge der Künzelsauer Bürger, Vereine, Organisationen und Kirchen.“ In einem ersten Schritt können bis Mittwoch, 26. August, Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und durch sie ein Mehrwert für die Stadt und ihre Bürger geschaffen wird. Anfang September wird über die Zulassung der Projekte entschieden und der Öffentlichkeit zur Abstimmung in Form eines Online-Votings bekannt gegeben. Anschließend kann die Künzelsauer Bevölkerung bis Ende September abstimmen, welche Projekte einen Zuschlag erhalten. Voraussichtlich Ende September steht die endgültige Entscheidung. „Danach kann es losgehen und die geförderten Projekte können mit der Umsetzung starten“, freut sich der Bürgermeister. Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen sowie städtische Einrichtungen. Um alle offenen Fragen zu klären und Projektideen zu besprechen, gibt es im Juli Video-Sprechstunden mit dem Bürgermeister.