Hohenlohe-Franken

Robert-Koch-Institut Lokales Corona-Monitoring beendet / Ergebnisse in zirka vier Wochen

In 15 Tagen über 2100 Leute untersucht

Archivartikel

Kupferzell.Die Untersuchungen zu der Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell (Hohenlohekreis) sind am Dienstag zu Ende gegangen.

RKI-Teams untersuchten und befragten seit dem Start am 20. Mai mehr als 2100 Kupferzeller. „Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung“, so PD Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI: „Kupferzell ist der erste Untersuchungsort dieser groß angelegten Studie – wir wussten vorher natürlich nicht genau, was uns erwartet. Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.“ In den nächsten Tagen laufen noch Befragungen im Rahmen der Studie. „Für uns ist es wichtig, dass sich auch hier möglichst viele Teilnehmende die Zeit nehmen und die Fragen beantworten“, so Lampert weiter. Sehr zufrieden zeigen sich auch Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles. „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen. Die große Teilnahme hat uns wieder einmal gezeigt: Hohenlohe hält zusammen.“ Erste Ergebnisse für Kupferzell werden voraussichtlich in vier Wochen vorgestellt. Ab dem 23. Juni wird die Studie des RKI in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) fortgeführt. Unter https://youtu.be/bVHHCnyu99Y ist ein Rückblick zur Studie zusammengefasst. Hintergrundinformationen

Die Studie Corona-Monitoring lokal ist eine bevölkerungsbezogene seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und die Ergebnisse der Wissenschaft und der Gesundheitspolitik zur Verfügung gestellt. Insbesondere wird untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist.

Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Mit den gewonnenen Ergebnissen sei es möglich, die Pandemie besser zu verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter zu planen, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung.