Hohenlohe-Franken

„Schönstes Regionalbuch“ Haberkamm ausgezeichnet

Großer Erfolg für „Kleine Sammlung“

Archivartikel

Frankfurt/Spardorf.Es war spannend bis zum Schluss: In der Buchhandlung Ypsilon in Frankfurt fand die öffentliche Jurysitzung für „Deutschlands schönstes Regionalbuch“ statt. Das Rennen machte am Ende die „Kleine Sammlung fränkischer Dörfer“, erschienen bei ars vivendi und via Crowdfunding mitfinanziert. Autor ist Helmut Haberkamm aus dem mittelfränkischen Spardorf.

„Heimat erlesen“, lautet das Motto der jährlich stattfindenden Regionalbuchtage, zu denen die Jurysitzung mit Preisverleihung den Auftakt bildete. „105 Titel wurden dieses Jahr eingereicht“, so, Droste-Verleger Jürgen Kron, Sprecher der IG Regionalia im Börsenverein des deutschen Buchhandels. Voraussetzung für die Teilnahme: Die Bücher sollten einen regionalen Bezug zu einem Ort oder einer Gegend in Deutschland haben.

Der mittelfränkische Schriftsteller Helmut Haberkamm hat für den Band 20 sehr kleine Dörfer in Franken und das benachbarte Hohenlohe – maximal 100 Einwohner – besucht und seine Eindrücke aus vielen Gesprächen in literarische Reportagen verwandelt (wir berichteten).

Viele Anekdoten

Das Buch enthalte zwar viele Anekdoten, so der Eichborn-Programmleiter, es sei aber kein Pointenbuch, der Autor nehme sein Sujet durchaus ernst.

Konzipiert und mit Dorfplänen, Infografiken und Statistiken illustriert hat das Buch die Grafikdesignerin Annalena Weber. Sie und ihre Lektorin von ars vivendi, Magdalena Haid, die für die Veranstaltung aus Hamburg und Cadolzburg angereist waren, freuten sich sehr über die Auszeichnung. Annalena Weber hat – von der ersten Idee bis zum fertigen Buch – über sechs Jahre an dem Projekt gearbeitet und war über die Zusammenarbeit mit dem Autor Helmut Haberkamm sehr glücklich, der einen ganz eigenen Blick auf die dörflichen Strukturen gerichtet habe. Ein Ansatz, den man sich auch gut für andere ländliche Regionen vorstellen könnte. pm