Hohenlohe-Franken

Kreistag Hohenlohe Stand der Umsetzung durch Geschäftsführung der „Hohenloher Krankenhaus gGmbH“ vorgestellt

Gesundheitszentrum entsteht

„Gesundheitszentrum“ statt Klinik: Entsprechende Pläne für Künzelsau wurden jetzt dem Kreistag Hohenlohe vorgestellt.

Künzelsau. Im Rahmen der Kreistagssitzung am 4. November in Zweiflingen stellten BBT-Geschäftsführer Matthias Warmuth und die Kaufmännische Direktorin des Hohenloher Krankenhauses, Melanie Junge, den Umsetzungsstand für das am 10. Dezember 2018 vom Kreistag beauftragte Konzept für das Gesundheitszentrum in Künzelsau vor.

„Das Gesamtkonzept steht, und die ersten Bausteine gehen ab November an den Start. Das Gesundheitszentrum in Künzelsau nimmt langsam aber sicher Gestalt an“, fasste Warmuth den aktuellen Sachstand zusammen.

Landrat Matthias Neth zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Der Auftrag, den der Kreistag dem neuen Mehrheitsgesellschafter gegeben hat, ist über dem Soll erfüllt. Neben den wesentlichen Bausteinen, die der Kreistag beschlossen hat, haben wir heute noch weitere Angebote präsentiert bekommen.“ Das Angebot zur Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung durch ein Hospiz in Künzelsau sei ein weiterer wichtiger Baustein für das Gesundheitszentrum, der für ihn gesetzt sei. Der Kreistag wolle im neuen Jahr die nötigen Beschlüsse fassen.

„Die Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH hat im Dezember 2018 den klaren Auftrag erhalten, das vom Kreistag beschlossene Konzept für das Gesundheitszentrum in Künzelsau umzusetzen“, stellt Neth klar. Dass bei einem so wichtigen Ziel – der Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung im Hohenlohekreis – nicht alle Hürden auf einmal genommen werden können, sei zu erwarten gewesen.

Verständnis für Ängste

Neth ist jedoch zuversichtlich, dass die Zeitschiene zur Etablierung der einzelnen Module eingehalten werden kann. „Ich habe großes Verständnis für die Sorgen und Ängste der Bevölkerung. Ein Krankenhaus im Hohenlohekreis zu schließen, schmerzt alle. Mir persönlich als auch dem gesamten Kreistag ist die Entscheidung zur frühzeitigen Konzentration der akut-stationären Versorgung am Standort Öhringen nicht leicht gefallen.“ Mit den nun geschaffenen Angeboten in Ergänzung mit den vorhandenen Strukturen vor Ort [MediKÜN, Rettungswache DRK, KV-Notfallpraxis, Psychiatrische Institutsambulanz und Tagesklinik ZfP, Physiotherapeutische Praxis Thera Fit] sei eine gute Lösung gefunden worden. Auch die Aufrüstung der Notfallsysteme (NIDA) noch im Jahr 2019 und die Etablierung eines zusätzlichen ärztlichen 24/7-Präsenzdienstes im Gesundheitszentrum Künzelsau ab Mitte November ergänzen die bereits gute Notfallversorgung.

Der Hohenlohekreis setzt mit der Etablierung des Gesundheitszentrums nach eigenen Angaben „einen wichtigen Baustein für die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger im Hohenlohekreis“. Die Kosten hierfür werden vom Hohenlohekreis getragen. lra