Hohenlohe-Franken

Auszeichnung für Röttingen Bürgermeister Martin Umscheid: „Anerkennung und Bestätigung unserer Arbeit“ / Weitere Ehrung von Architekten winkt für Burg Brattenstein

Festspiele erhalten „Heimatpreis Bayern“

Die Stadt Röttingen bekommt für die Festspiele den „Heimatpreis Bayern“ verliehen. Bürgermeister Martin Umscheid zeigt sich darüber gleichermaßen überrascht wie erfreut.

Röttingen. „Ich habe Post aus dem bayerischen Finanzministerium mit der Nachricht erhalten, dass der Preis nach Röttingen geht.“ Er habe damit wirklich nicht gerechnet, sagt Martin Umscheid im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten, zumal er zunächst auch nicht gewusst habe, wer die Festspielstadt dafür überhaupt nominiert habe: „Ich könnte es mir vorstellen, dass dies durch die Regierung von Unterfranken erfolgt ist.“

Mit Delegation nach Nürnberg

Mit einer kleinen Delegation reist der Verwaltungschef nun am Samstag, 8. April, nach Nürnberg, um im Rittersaal der Kaiserburg aus der Hand von Bayerns Finanzminister Albert Füracker die Auszeichnung entgegenzunehmen.

Die Verleihung des „Heimatpreises Bayern“ gilt als ebenso schöner wie wirksamer Weg, den Blick auf jene Verdienste zu lenken, die für den Freistaat von großer Bedeutung sind, heißt es in der Ausschreibung dazu.

Die Gesellschaft profitiert von der Mitwirkung und Mitgestaltung ihrer Bewohner. Ein lebendiges Miteinander benötigt Menschen, die bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen und eine Kultur des Zusammenhalts zu entwickeln.

Die Kriterien für die Auszeichnung des „Heimatpreises Bayern“ sind: Herausragende Verdienste um die bayerische Heimat; Erhalt, Pflege und Förderung des bayerischen Brauchtums; besondere Verdienste um die bayerische Kultur und Tradition; Pflege des bayerischen Lebensstils, der typischen bayerischen Lebensart; soziales und kulturelles Engagement.

Ein Stück Heimat

„Ich sehe den Preis als Anerkennung und Bestätigung unserer Arbeit rund um die Festspiele, die 2019 zum 36. Mal stattfinden“, meint Martin Umscheid. Sie seien längst ein Stück Heimat und „identifikationsfördernd“ weit über den kulturellen Bereich hinaus.

Der unterfränkischen Europastadt winkt eventuell noch ein weiterer Preis. Für die Renovierung des Ostflügels der Burg Brattenstein wurde man für den BDA-Preis Bayern 2019 nominiert, der am 23. Februar in der Landeshauptstadt München, im Beisein von Wohnungsbauminister Dr. Hans Reichart, vergeben wird.

15 Projekte wurden in fünf Kategorien von einer Jury gekürt, die sich berechtigte Hoffnungen auf die Ehrung machen dürfen, die vom Bund Deutscher Architekten durchgeführt wird.

Der Ostflügel der Burg war für eine Gesamtsumme von rund 2,2 Millionen Euro, davon etwa 1,35 Millionen Euro an Zuschüssen, umfassend saniert worden. Das Resultat muss die bayerischen Architekten derart begeistert haben, dass „wir Berücksichtigung gefunden haben“, so der Rathauschef. „Ich bin einfach nur gespannt, was an diesem Abend abläuft“, betont Martin Umscheid abschließend, der die Stadt in der Alten Kongresshalle in München vertreten wird.