Hohenlohe-Franken

Reihe Musik in fränkischen Spitalkirchen am 28. Juni

Einst ein Privileg der Könige und Fürsten

Archivartikel

Röttingen/Aub.Europäische Festmusiken des 17. und 18. Jahrhunderts aus Italien, Spanien, England, Deutschland und Austrobohemia für drei Trompeten, Pauken, Theorbe, Viola da Gamba und Orgel bietet das Barocktrompeten-Ensemble Berlin auf historischen Instrumenten unter der Leitung von Johann Plietzsch

Das erste Repräsentationsinstrument der Kaiser, Könige und Fürsten verdankte seine Sonderstellung seiner immensen militärische Wichtigkeit: Kein Krieg konnte ohne Trompeter geführt, kein Hofstaat ohne ihre Mitwirkung sinnvoll organisiert werden. Sie begleiteten die Potentaten vergangener Zeiten von der Wiege bis zur Bahre. Die Anzahl der Trompeter und Pauker eines Herrschers sagte viel über seine Macht und seine Bonität aus. Denn die mit reichen Privilegien ausgestatteten Trompeter und Pauker waren ihrem Dienstherren nicht nur lieb, sondern auch teuer. Erst am Beginn des 17. Jahrhunderts findet die Trompete ihren Weg in die Welt der Kunstmusik. Neben Solo-Konzerten und Kantaten, welche die gesanglichen und zarten Möglichkeiten der Barocktrompete unterstreichen, bleibt sie doch ihrer Rolle als Repräsentationsinstrument und Ausdruck der höchsten Macht treu. Das Barocktrompeten Ensemble Berlin bietet mit festlichen Klängen eine musikalische Reise durch das barocke Europa des 17./18. Jahrhunderts. Gespielt werden Werke von Purcell, Vejvanovsky, Scarlatti, Corelli, Kapsberger und Clarke. pm