Hohenlohe-Franken

Sozialdemokraten Nikolaos Sakellariou zum fünften Mal seit 2001 zum Kandidaten für die Landtagswahl gekürt

Die Scharte von 2016 auswetzen

Schwäbisch Hall.SPD-Kreisvorsitzender Nikolaos Sakellariou will wieder nach Stuttgart. Das ist auch der Wunsch der Mitglieder des Haller Kreisverbands. Die Wahl war reine Formsache, aber mit einem guten Ergebnis.

Er sei „dankbar ergriffen“, von den Genossen des SPD-Kreisverbands zum fünften Mal seit 2001 zum Kandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis Schwäbisch Hall gewählt worden zu sein. Das schreibt Kreisvorsitzender Nikolaos Sakellariou in sozialen Medien. Er bedanke sich für „ein überzeugendes Ergebnis“, das ihn motiviere, „alles dafür zu tun, die Scharte von 2016 auszuwetzen, wo nur 86 Stimmen für den Wiedereinzug in den Landtag gefehlt haben“. Das wolle er mit seinem Ersatzkandidaten Markus Wanck aus Braunsbach-Steinkirchen bis zur Landtagswahl am 14. März 2021 besser machen.

Von den anwesenden 39 wahlberechtigten SPD-Mitgliedern hatte der Haller Jurist am vergangenen Freitag in Cröffelbach 34 Jastimmen erhalten. Wanck erhielt 36 Jastimmen. Wirkliche Spannung konnte so bei jeweils einem Kandidaten natürlich nicht aufkommen.

Breite Palette

Sakellariou ging in seiner Bewerbungsrede auf eine breite Palette von Themen ein: beispielsweise Sozialpolitik, Klimawandel, Bildungspolitik oder die innere Sicherheit. Er ließ so gut wie nichts aus, betonte aber immer die sozialen Komponenten seines Politikverständnisses. Dabei gab es immer wieder heftige Kritik an der Arbeit der „schwarz-schwarzen“ Regierungskoalition aus Grünen und CDU.

Für Unmut sorgte bei Peter Trumpp, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ilshofen, Sakellarious uneingeschränktes Bekenntnis zur Polizei. Dieser meinte mit Blick auf die aktuelle Rassismusdebatte, dass man von Einzelfällen nicht auf die gesamte Organisation schließen dürfe. noa