Hohenlohe-Franken

Crailsheim Arbeitskreis „Weiße Rose“ verschiebt Filmtag auf 2021

Die langfristigen Folgen des Weltkrieges

Crailsheim.Mit großem Erfolg hat der Arbeitskreis Weiße Rose in den Jahren 2009 („Die Widerständigen“) und 2014 („Der blinde Fleck – das Oktoberfestattentat“) die Oberstufenklassen der Crailsheimer Schulen zu einem Filmtag eingeladen. Damals folgten zwischen 600 und 1000 Schüler der Einladung. In diesem Jahr sollte der Film von Sebastian Heinzel „Der Krieg in mir” in der Veranstaltungsreihe der Stadt Crailsheim zum Thema „75 Jahre Kriegszerstörung Crailsheim – Katastrophe und Neubeginn“ gezeigt werden.

„Der Krieg in mir“ ist im engeren Sinne kein Kriegsfilm. Er beschäftigt sich nicht mit dem Kriegsgeschehen selbst sondern mit dessen Folgen – nämlich mit der Frage, wie sich die Traumata der Kriegsteilnehmer auf deren Kinder, Enkel und Urenkel auswirken. Insofern ist der Film für junge Menschen der Nachkriegsgenerationen höchst aktuell. Wieviel Soldat steckt noch in mir? Welche Spuren hat die Kriegsgeneration in uns hinterlassen? Wie prägen sie uns bis heute? In Gesprächen mit Wissenschaftlern, Historikern, Therapeuten und Autoren erforscht der Regisseur, wie einschneidende kollektive Erfahrungen wie Flucht, Vertreibung und Völkermord bis in die zweite und dritte Generation weitergegeben werden. Vor dem aktuellen Hintergrund globaler Flüchtlingsströme und internationaler Spannungen beschreibt der Film die langfristigen Folgen des Krieges und unsere Aufgabe, sich damit auseinanderzusetzen. Wegen der Corona-Pandemie hat der Arbeitskreis die Veranstaltung auf 7. Mai 2021 verschoben.