Hohenlohe-Franken

Krankenhäuser Kooperation soll erneuert werden

„Der kleinste gemeinsame Nenner“

Archivartikel

Schrozberg.Anfang des Jahres hatte Sozialminister Manfred Lucha ein schriftliches Konzept über die Zusammenarbeit der beiden Krankenhäuser im Landkreis Schwäbisch Hall gefordert, die dadurch mehr Verbindlichkeit erhalten sollte.

Lucha verknüpfte das auch mit der Zusage von Fördermitteln des Landes für die beiden Häuser – in Crailsheim steht ein Klinikanbau an und in Schwäbisch Hall der zweite Neubauabschnitt. „Das medizinische Konzept, das auf der Grundlage der HCB-Studie beruht, wurde dem Sozialministerium im April vorgelegt – zusammen mit einer neuen Kooperationsvereinbarung“, erläuterte Landrat Gerhard Bauer nun im Schwäbisch Haller Kreistag.

Diakoneo-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann und Krankenhausvorstand Michael Kilb haben die erneuerte Vereinbarung bereits unterschrieben. „Meine Unterschrift und die von Klinik-Geschäftsführer Werner Schmidt setzt die Zustimmung des Kreistags voraus“, erklärte der Landrat. „Wir hätten uns mehr Verbindlichkeit gewünscht. Das ist lediglich der kleinste gemeinsame Nenner. Letztlich bleibt vertrauensvolle Zusammenarbeit als Basis“, machte FDP-Kreisrat Stephen Brauer deutlich. „Es hätte mehr rauskommen können“, sagte Kreisrat Siegfried Trittner (Freie).

„Wir sehen, es werden Doppelstrukturen manifestiert“, kritisierte SPD-Kreisrat Hermann-Josef Pelgrim. „Es sollte jetzt nicht rumgemäkelt werden. Die neue Vereinbarung soll auf die Reise nach Stuttgart gehen“, sagte CDU-Kreisrat Jens Zielosko. „Wir schaffen damit die Basis für die Finanzierung des Klinikanbaus in Crailsheim“, betonte Kreisrat Hans-Joachim Feuchter (Grüne/ÖDP). Der Kreistag stimmte mit 53 Jastimmen und einer Enthaltung zu.

Diskussion kann es geben, wenn der Kreistag am 24. November berät: Kommt eine Minderheitsbeteiligung des Kreises in einer gemeinsamen Krankenhausbetriebsgesellschaft in Frage? „Das kommt für mich nicht infrage“, machte dazu bereits der Landrat deutlich. cus