Hohenlohe-Franken

Chorverband Hohenloher Gau Arbeitstagung in Wiesenbach / Fränkisch-hohenlohisches Konzert am 10. Juni in Rothenburg

Dem Zeitgeist offen gegenüberstehen

Die Chöre im Hohenloher Land befassten sich bei einer Tagung mit den Aktivitäten in diesem und im nächsten Jahr.

Wiesenbach. Zur turnusgemäßen Arbeitstagung hat der Chorverband „Hohenloher Gau“ Delegierte seine Gesangvereine, aus der Verbandsregion der Altlandkreise Mergentheim und Crailsheim nach Wiesenbach, in die Lötholzhalle eingeladen. Gut 120 Delegierte sind der Einladung gefolgt.

Nach der Begrüßung durch den Gau-Vorsitzenden Gerhard Hauf stellte Ortsvorsteher Glemser die Gemeinde Blaufelden und seinen Ortsteil Wiesenbach vor. Vom örtlichen Liederkranz Wiesenbach sprach Vorsitzender Michael Häussermann Willkommensgrüße. Er verband auch einen kurzen Abriss der Vereinsgeschichte mit der Aktualität und den Besonderheiten seines Vereins.

Unter Leitung von Bettina Kartak präsentierte sich der Liederkranz mit seinem Männerchor und dem jüngeren Chor „TonArt“. Toll zu sehen und zu hören, dass in Wiesenbach zwei lebendige, feine Klangkörper das kulturelle Leben der Gemeinde bereichern.

Der Vorsitzende machte dann Werbung für folgende Veranstaltungsschwerpunkte. 2019 ist in räumlicher Nähe die Gelegenheit zur aktiven Teilnahme am Chorfest des Schwäbischen Chorverbands gegeben, welches vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 in Heilbronn unter dem Leitmotto „Stadt Chor Natur“ ausgetragen wird.

Besonders reizvoll dabei ist die Kombination von Bundesgartenschau und Chorfest, die damit hervorragende Präsentationsmöglichkeiten für die Bewegung des Chorsingens bietet. Am 1. Juli 2018 soll das Chorfest des Hohenloher Chorverbands in der Residenzstadt Kirchberg stattfinden. Mit diesem Chorfest wird die erfolgreiche Chorfestreihe des Verbands nach Bad Mergentheim 2016 ihre Fortsetzung finden. Dazu sind alle Chöre aus dem gesamten Verbandsgebiet zwischen Edelfingen und Stimpfach willkommen. Kirchberg soll an diesem Tag gut klingen. Als weitere besondere Veranstaltung winkt bereits am 10. Juni in Rothenburg das Open Air-Konzerterlebnis „Hohenlohe – Franken“. Die Besonderheit dieses Konzert’s liegt darin, dass sich Chöre treffen aus den Verbandsgebieten Hohenlohe und dem benachbarten fränkischen Sängerkreis Ansbach.

Die Mischung von Chören, die so eigentlich nie erlebbar ist, steigert schon jetzt die Vorfreude auf ein einmaliges Konzerterlebnis in der Region Hohenlohe-Franken.

Werbung erfolgte auch für einen Spontanchor am 25. April anlässlich der Bad Mergentheimer Bewerbung um eine Landesgartenschau in der Tauber-Stadt.

Informiert wurden die Delegierten über Veränderungen im Deutschen Chorverband unter Führung des neuen Präsidenten, Altbundespräsident Christian Wulff. Ziel aller Bestrebungen ist, die Verbände im Deutschen Chorverband wieder zu einen und durch Anschluss weiterer chorischer Verbände noch zu stärken. Kurz informiert wurde auch über die aktuelle, solide Finanzsituation des Verbands, über den Stand der jährlichen Mitgliederbestandserhebung und durch Verbandschormeister Hermann-Josef Beyer über die Arbeit aus dem Musikausschuss und besondere Ausrichtungen aus Sicht von Chorleiterinnen und Chorleitern.

Alle Bemühungen der Verbandsarbeit zielen darauf ab, Chorgesang noch attraktiver zu präsentieren und immer mehr Menschen dafür zu begeistern.

Hermann-Josef Beyer ist überzeugt davon, dass das Singen in einem Chor tolle musikalische Perspektiven eröffnet und das Leben in guter Gemeinschaft mit Gleichgesinnten im Chor bereichert.

Neue Chorgruppen

Die Entwicklung der Chorszene im Verbandsgebiet bestätigt den allgemeinen Trend, dass das Chorsingen nichts von seiner Attraktivität verloren hat. Neue Chorgruppen, vielfach auch projektmäßig, treten ein in die Szene.

Traditionschöre, vor allem dann, wenn sie sich dem Zeitgeist verschließen und zu wenig auf die heutigen Gewohnheiten von Freizeitgestaltung Rücksicht nehmen, müssen kämpfen, dass sie die Tradition bewahren können. Der Vorsitzende appellierte deshalb an alle Vereinsverantwortlichen, durch Fortbildung, durch Diskussion im Verein, durch Kreativität, immer wieder nach dem besten Weg zu suchen und immer qualitativ, anspruchsvollen Chorgesang als eigenen Anspruch zu definieren.

Egal ob Klassik, Pop, Traditional oder welche Stilrichtung auch immer geboten wird, sie muss die Zuhörerschaft begeistern. Chorsingen will die Herzen der Menschen erreichen und hohen Unterhaltungswert bieten.

Genau in diese Zielsetzung reihte sich dann ein Referat zum Thema ein „Wie präsentiere ich erfolgreich ein Konzert und wie erreiche ich mein Publikum?“. Mit größter Fachkompetenz vermittelte diese Thematik als Dozent vom Schwäbischen Chorverband der Musikpädagoge und Chorleiter auf Landesebene, Dieter Aisenbrey . Er gab den Delegierten wichtige Erkenntnisse und Impulse mit auf den Weg in der eigenen Vereinsarbeit.

So war die Delegiertenversammlung ausgerichtet auf die Zukunftsgestaltung für die Chöre als Gestalter der regionalen Kulturarbeit im Hohenloher Land. Die Verbandsverantwortlichen von Vorstand und Beirat in Gesamtheit sehen sich in ihrer Arbeit bestätigt, die Vereine in ihren Alltagsanforderungen zu bestärken und mit einer aktiven Chorszene in Hohenlohe immer wieder mit schönen Veranstaltungsmomenten die Kulturarbeit der Region aufzuwerten und anzureichern.