Hohenlohe-Franken

Schwäbisch Haller Anlagencafé In den kommenden Monaten sind Künstler aus Großbritannien, den USA, Irland und dem Libanon bei Konzerten zu hören

Das Urtümliche mit neuen Einflüssen verbinden

Schwäbisch Hall.Ein ambitioniertes und anspruchsvolles Programm legt das Schwäbisch Haller Anlagencafé für die Winter- und Frühjahrsmonate vor. Bis zum Mai sind etliche Konzerte in dem denkmalgeschützten Gebäude im Haller Stadtpark geplant – von Bluegrass und Singer/Songwriter-Musik über Rock’n’Roll bis zu deutschsprachigem Northern Soul. Die Künstler stammen unter anderem aus Großbritannien, den USA, Irland und dem Libanon.

Die Konzertsaison im Anlagencafé beginnt am Samstag, 25. Januar. Dann kommen mit Mark Peters and the Dark Band Musiker nach Schwäbisch Hall. Das Schaffen der Londoner wird mit Radiohead, Nick Drake oder Ben Howard verglichen.

Für eine ganz andere Art von Musik stehen Fog Holler. Die Band gastiert am Freitag, 31. Januar. Das Quartett, das vom Fuß der Echo Mountains in Kanada stammt, inzwischen aber in der Nähe von San Francisco beheimatet ist, widmet sich einem der ursprünglichsten Genres der US-Musik, dem Bluegrass. Dabei versuchen die jungen Musiker stets, das Urtümliche mit neuen Einflüssen zu verbinden.

Ebenfalls aus den USA, genauer aus Portland, kommt Haley Johnsen, die am Samstag, 15. Februar, ein Solokonzert im Anlagencafé liefern wird. Die charismatische Sängerin changiert zwischen Pop, Folk und Americana.

Seit langer Zeit versucht das Anlagencafé-Team Florian Ostertag nach Schwäbisch Hall zu lotsen. Jetzt endlich gelingt es: Am Freitag, 6. März, steht das Multitalent aus dem Schwarzwald auf der kleinen Bühne. Ostertag ist zunächst bekannt geworden als fester Begleiter von Philipp Poisel, löste sich aber mit seinem Debüt-Album „The Constant Search“ aus dem großen Schatten des Freundes. In Schwäbisch Hall wird Florian Ostertag sein neues Album vorstellen.

„The Postcards“ ist ein Dream-Pop-Trio aus Beirut/Libanon hat bereits im Anlagencafé und einmal auf dem Mini-Festival im Sommer gespielt und will auch auf der anstehenden Frühjahrs-Tour – am Samstag, 14. März – am Kocher Station machen. Im Gepäck hat die Formation um Sängerin Julia Sabra dann das neue Album „The good Soldier“.

Ebenfalls einen grandiosen Eindruck haben Kingsborough aus San Francisco bei ihrem ersten Auftritt im Anlagencafé im Herbst 2018 hinterlassen. Auch auf ihrer nächsten Europa-Tournee schauen die Rock’n’Roller um Frontmann Billy Kingsborough in Schwäbisch Hall vorbei und werden das Café mit ihrer Mixtur aus poppigen Beatles-Melodien und schweren Led-Zeppelin-Grooves am Freitag, 20. März, zum Schwitzen bringen.

Irischer Songwriter

Ein alter Bekannter schaut am Dienstag, 31. März, in Schwäbisch Hall vorbei. Der irische Singer/Songwriter John Blek hat im Anlagencafé bereits mit seinen „Rats“ grandiose Konzerte gespielt, stand als Gitarrist von Anna Mitchell auf der Café-Bühne und spielte im vergangenen Jahr ein denkwürdiges Solo-Konzert.

Trapper Schoepp ist eine seltene Ehre zuteil geworden. Als der junge US-amerikanische Rockmusiker das verschollene Bob-Dylan-Stück „On, Wisconsin“ entdeckt hat, stimmte Dylan nicht nur der Veröffentlichung zu, sondern nahm es mit Schoepp gemeinsam auf. Gut möglich, dass Trapper Schoepp den Song auch am Samstag, 18. April, zum Besten geben wird, wenn er mit seiner Band „The Shades“ im Anlagencafé gastiert. Das große Finale der Winter/Frühjahrssaison bestreitet eine Band, die bereits ein bisschen Anlagencafé-Geschichte geschrieben hat: „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“.

Die Nachfolge-Band von Superpunk aus Hamburg war Headliner beim allerersten Sommernachtsfest-Festival im Jahr 2013. Nun endlich klappt es mit einer Rückkehr der „Top Old Boys“ nach Schwäbisch Hall. Die schmissigen Northern-Soul-Songs von Carsten Friedrichs bringen dabei das Publikum nicht nur mühelos zum Grooven sondern auch zum Schmunzeln. Am Donnerstag, 30. April, gibt’s zum Tanz-in-den-Mai-Konzert auch Songs aus dem aktuellen Longplayer „Fuck Dance, let’s Art“ zu hören. pm