Hohenlohe-Franken

Coronavirus Hohenlohekreis richtet Abstrichstelle ein

Bündeln und im Labor auswerten

Archivartikel

Künzelsau.Ab Dienstag, 10. März, ist eine Zentrale Abstrichstelle der niedergelassenen Ärzte aus dem Hohenlohekreis in den Räumen des Gesundheitsamtes in Künzelsau eingerichtet.

Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts im Hohenlohekreis, würdigt die Kooperation: „Durch die Zentralisierung verhindern wir, dass durch den Gang in eine Arztpraxis unnötig andere Patienten dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt sind. Außerdem führt es ebenfalls zu einer großen Entlastung der niedergelassenen Ärzte.“

In der Zentralen Abstrichstelle werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. Im Gesundheitsamt befinden sich bereits die notwendigen Räumlichkeiten, um diese Zentrale Abstrichstelle zu errichten. Ebenfalls kann so die notwendige Schutzausrüstung effektiver genutzt werden, die vom Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt wird. Vorteilhaft ist auch die Nähe zu den Experten im Gesundheitsamt.

„Wir gehen davon aus, dass durch die Erweiterung des Risikogebietes vergangener Woche die Zahl der Verdachtsfälle, die wir gemäß den Empfehlungen des RKI abstreichen sollen, erheblich steigen wird“, so Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Ärzteschaft Öhringen. „Durch die Zentrale Abstrichstelle werden alle Ressourcen entlastet, damit die Behandlung der erkrankten Personen in unsere Praxen weiterhin wie gewohnt stattfinden kann.“ Die Abstrichstelle ist zunächst werktags bis auf weiteres eingerichtet. „Durch die Zusammenarbeit können wir voraussichtlich bis zu 30 Abstriche am Tag vornehmen“, schätzt Bublitz. lra