Hohenlohe-Franken

Aus dem Röttinger Stadtrat Modellkommune genießt bereits eine Sonderstellung / Neuordnung in der Taubergasse 4

Bonus bei 80 statt nur 60 Prozent

„Es ist ein Zuckerl“ sagte der Leiter des Sachgebiets Städtebauförderung Manfred Grüner von der Regierung von Unterfranken bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms des Freistaat Bayern.

Röttingen. Als einzige Kommune im Regierungsbezirk Unterfranken, habe Röttingen als Modellkommune im Förderprogramm „Ort schafft Mitte 2“ bereits eine Sonderstellung, doch könne sie bei einer entsprechenden Bewerbung auch bei der neuen Förderinitiative des Freistaates „Innen statt Außen“ mit einem erhöhten Fördersatz rechnen, so Grüner in öffentlicher Stadtratssitzung.

Gemeinden in ganz Bayern können sich durch ein städtebauliches Konzept dazu verpflichten, vorrangig (die Definition dazu steht noch nicht genau fest) Innenentwicklungen zu betreiben. Dafür erhalten sie einen Förderbonus von 20 Prozent und erhöhen dadurch den regulären Fördersatz von 60 auf 80 Prozent. Grüner betonte hierbei, dass dies auch hervorragend für private Vorhaben gelte. Wichtiger Punkt sei jedoch, dass es sich um Sanierung und nicht Neubau handeln muss. Da die Kommunale Interessenbekundung der Regierung von Unterfranken. bis zum 17. Juli vorliegen muss, beschloss das Gremium einstimmig, sich für das erhöhte Förderprogramm anzumelden und wie bisher der Kernortentwicklung Röttingens und der Beseitigung von Leerständen und städtebaulichen Missständen Priorität einzuräumen. Es war lange ruhig um das Quartier Taubergasse 4, das im Zuge der Neuordnung des Altortes vorgesehen ist. Röttingen, als Modellkommune in „Ort schafft Mitte“ bekommt für seine Sonderstellung für die Maßnahme 80 statt 60 Prozent Förderung.

Hierfür wären aber in jedem Fall die Beibehaltung eines hohen, modellhaften gestalterischen Anspruchs der städtebaulichen als auch einer architektonischen Umsetzung des Bauvorhabens und die zügige Durchführung der Gesamtmaßnahme mit Abschluss spätestens im Jahre 2020 erforderlich.

Daher beschloss der Röttinger Rat einstimmig die Zuschussbeantragung zur Förderung der Abbruchkosten und Entrümpelung in Höhe von 357 615 Euro für die rund 4 000 cbm.

Die Kosten für die Gestaltung des öffentlichen Hofs mit 365 Quadratmetern werden mit 113 920 veranschlagt. Zudem beauftragte er das Büro Schlicht Lamprecht mit der Erstellung eines Bebauungsplans mit Kostenberechnung für die Zuschussbeantragung.

Der Stadtrat beauftrage außerdem die stadteigene Stadtbau GmbH um Überprüfung, ob diese die Planung und den Bau der geplanten drei Wohnhäuser übernehmen kann und die Erstellung eines Konzepts zur Schaffung einer geeigneten Wärmeversorgungsanlage. Gegen die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl 2019-2023 von Theresia Fries, Marianne Metzger, Markhard Brunecker und Günter Kuhnert gab es keine Einwände.