Hohenlohe-Franken

Projekt „Natur nah dran“ Nabu und die Stadt Schwäbisch Hall wollen mehr Lebensraum für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge schaffen

Blühende Vielfalt jetzt auf fünf Flächen

Schwäbisch Hall.Mit dem Projekt „Natur nah dran“ soll in Schwäbisch Hall mehr blühende Vielfalt entstehen. Dazu werden dort fünf Flächen umgewandelt.

Mehr Lebensraum für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel und andere Insekten schaffen – das ist das Ziel des Projekts „Natur nah dran“, bei dem die Stadt Schwäbisch Hall und der „Nabu“ kooperieren. Ab dieser Woche werden die im Rahmen des Projekts ausgewählten Flächen in Schwäbisch Hall vorbereitet, um sie in blühende Blumenwiesen umzuwandeln. Das bedeutet, dass die Flächen zum Teil ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Kalksteinsplitt und Brechsand wieder aufgefüllt werden. Dies ist nötig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – die meisten Flächen im Stadtgebiet benötigen einen sehr mageren Boden, damit die gewünschten Pflanzen dort wachsen können.

„Die Flächen sehen für ein paar Wochen natürlich zunächst recht grau aus oder werden sogar mit einem neuen Parkplatz verwechselt. Doch keine Bange: In einiger Zeit blüht es hier für Tiere wie Mauerbienen, Stieglitze oder Schachbrettfalter“, erklärt „Nabu“-Projektleiter Martin Klatt.

„Es braucht jetzt etwas Geduld, aber in den nächsten ein bis zwei Jahren werden sich die Flächen zu wertvollen und langjährigen Lebensräumen entwickeln.“ Ein weiterer Grund für den Bodenaustausch ist, dass so die im Boden schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen wie Melde, Knöterich oder Weißklee entfernt werden. An manchen Standorten kann die Erde auch an Ort und Stelle belassen oder nur umgegraben und dann mit Wildpflanzen bestückt werden.