Hohenlohe-Franken

Haller Autoren Jan Wiechert und Erhard Eppler lesen aus Werken

Bitterböse Kriminalfälle und politisch Brisantes

Schwäbisch Hall.Die Buchhandlung Osiander und das städtische Kulturbüro bieten zwei besondere Lesungen mit Haller Autoren an.

Am Freitag, 2. März liest Jan Wiechert um 19.30 Uhr im Theatersaal im Alten Schlachthaus Schwäbisch Hall aus „Böse alte Zeit – Kriminalfälle aus der hohenlohischen Geschichte“ (Gmeiner Verlag), das schon in dritter Auflage vorliegt.

Die gute alte Zeit? Von wegen! Neun authentische Kriminalfälle aus drei Jahrhunderten gewähren einen tiefen Blick in düstere Kapitel der hohenlohischen Geschichte. Dabei geht es nicht allein um blutige Taten und ihre oft grausame Bestrafung. Auch von der Lebenswelt der Täter und Opfer, dem Alltag der kleinen Leute aus Hohenlohe, berichtet dieses Buch. Wiechert, Jahrgang 1982, lebt in Hall und arbeitet im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein. Kriminalgeschichte der Region gehört zu seinen Spezialgebieten.

Am Freitag, 9. März stellt Erhard Eppler um 18 Uhr in der Hospitalkirche sein neues Buch vor: „Trump – und was tun wir? Der Antipolitiker und die Würde des Politischen“ (Dietz-Verlag).

Eppler ist alarmiert: Die demokratischen Institutionen der USA haben nicht die Kraft, einen „selbstverliebten Größenwahnsinnigen“ wie Donald Trump zu zähmen oder abzusetzen. Recht hat bei ihm der Stärkere. Politik ist für diesen „Frankenstein des Neoliberalismus“ ein Schimpfwort. Demokratische Politik ist aber kein „Game“, wie die Medien oft meinen, auch kein „Deal“, sondern ein hohes Gut. Eppler, Jahrgang 1926, SPD-Politiker und politischer Denker, will wachrütteln: „Die Bundesrepublik ist in eine Verantwortung hineingewachsen, die sie nicht gewollt hat. Sie muss dieser Verantwortung gerecht werden. Unsere Gesellschaft muss politisch wach werden.“ stv