Hohenlohe-Franken

Finanzwelt Bei der Kunden- und Mitgliederveranstaltung der Volksbank Hohenlohe in Gerabronn blickte Bankvorstand Dieter Karle auf ein gutes Geschäftsjahr zurück

Bauchgefühle und harte Zahlen zugleich

Archivartikel

Gut besucht war kürzlich die Gerabronner Stadthalle, wo die Volksbank Hohenlohe eine von insgesamt vier Kunden- und Mitgliederveranstaltungen in diesem Jahr abhielt.

Gerabronn. Etwa 550 Gäste waren in die Jahnstraße gekommen, um sich über die wichtigsten Fakten und Zahlen ihres Geldinstituts zu informieren und einen kurzweiligen Abend zu verbringen. Einige der Anwesenden wurden traditionsgemäß für ihre langjährige Treue geehrt, bevor es mit dem Unterhaltungsprogramm losging.

Drei Künstler führten abwechselnd mit aufeinander abgestimmten Showeinlagen durch die späten Abendstunden. So testete sich Spaßsommelier Elke Ott gemeinsam mit dem Publikum durch verschiedene Weine, Mundartkünstler Kurt Klawitter animierte das immer besser gelaunte Besuchervolk zum Mitsingen und Bauchredner Kay Scheffel ließ die Puppen sprechen und legte auch dem Gerabronner Bürgermeister Christian Mauch einiges in den Mund. Anders als die Künstler des Abends verließen sich die Finanzexperten der Volksbank Hohenlohe weniger auf das Bauchgefühl. Dass Bankchef Dieter Karle auf ein „insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr“ zurückblicken kann, ist wohl eher seinem kühlen Kopf und seinen realistischen Einschätzungen des Marktes geschuldet. „Wir waren mit der Entwicklung und dem Ergebnis im Jahr 2017 absolut nicht zufrieden. Für 2018 ist uns die Trendumkehr gelungen“, betont Karle. Ankurbeln der Kreditgeschäfte sowie sukzessive Investition liquider Mittel seien ein Grund für die positive Entwicklung. „Wir arbeiten konsequent an einer weiteren Verbesserung“, versprach der Vorstand den Besuchern. Neben den Dauerthemen Niedrigzins, übersteigerte Regulatorik und voranschreitende Digitalisierung ging es, im ersten Jahresrückblick der Volksbank Hohenlohe mit neuem Gesicht, um eben dieses. Moderner, digitaler und ständig erreichbar ist der 176-jährige Genossenschaftsriese seither.

Rund um die Uhr

Das im letzten Herbst etablierte und rund um die Uhr erreichbare Kunden-Service-Center (KSC) laufe wie erwartet und soll künftig weiter ausgebaut werden. „Zu Spitzenzeiten bearbeitet unser KSC-Team täglich über 800 Anrufe fallabschließend. Das macht uns stolz“, sagte Karle.

Auch die Präsenz in sozialen Netzwerken seit letztem August komme mit rund 1700 Followern auf Facebook und aktuell 320 Abonnenten auf Instagram gut an, meinte Social-Media-Leiterin Tanja Scholl. Außerdem auf Wachstumskurs sei die neu gegründete Abteilung Private Banking sowie die zusammengelegten Bereiche Firmenkunden, Wohnbaufinanzierung und Immobilien.

„Wie gut wir beraten werden, wurde uns jüngst wieder beim fünften Crailsheimer Kundenspiegel bestätigt“, freut sich Dieter Karle. „Wir belegen unter den ansässigen Banken in allen drei Kategorien den ersten Platz.“

Positive Entwicklungen

Darüber hinaus präsentierte der Bankvorstand in Gerabronn die wichtigsten Zahlen aus dem letzten Geschäftsjahr: Während es bei der Bilanzsumme einen Rückgang um 104 Millionen Euro auf rund 1,6 Milliarden Euro zu verzeichnen gab, hat sich das Kreditgeschäft positiv entwickelt und konnte um 17 Millionen auf 606 Millionen erhöht werden – eine Steigerung um 2,9 Prozent. Diese Entwicklung habe sich im Jahresverlauf 2019 weiterhin verstärkt. Das betreute Kreditvolumen liegt bei 136 Millionen Euro – ein Zuwachs von 14,3 Prozent. Die Eigenmittel zum Jahresende beziffern sich auf fast 197 Millionen Euro.

Die Gesamtkapitalquote beläuft sich auf 23,6 Prozent. Auch die Provisionen aus dem Bauspar- sowie Versicherungsgeschäft und der Kreditvermittlung wurden auf einen Überschuss von 10,5 Millionen Euro erhöht. Zu dieser Entwicklung habe auch die Neuausrichtung der Immobilienabteilung beigetragen, hier sind die Provisionserträge auf 40,2 Prozent gestiegen.

43 634 Mitglieder mit 76 860 Anteilen sind per 31.12. 2018 Eigentümer der Volksbank Hohenlohe, sie erhalten eine Dividende von fünf Prozent. mebu