Hohenlohe-Franken

Dorfweihnacht Nach sechs Jahren Pause wieder die Dorfweihnacht in der Stadt nachgespielt

Bartenstein bietet perfekte Kulisse

Archivartikel

Schrozberg.Die evangelische Kirchengemeinde Bartenstein hat mit großem Aufwand und viel Liebe zum Detail die Geschichte über die Geburt Jesu in Betlehem ins Dorf gebracht. Doch die widrigen Umstände hielten keinen davon ab, sich an der Linde in Bartenstein zu versammeln. Sechs Jahre ist es nun her, dass die Weihnachtsgeschichte in Bartenstein gespielt wurde. Zuletzt bei Pfarrer Gruhler, heute im Ruhestand. „Jetzt haben wir ja wieder einen Pfarrer, jetzt können wir die Dorfweihnacht wieder aufleben lassen“, schildert Tina Schrade, die die Regie des Stücks schon von Anfang an führt. Pfarrer Philipp Mayer eröffnete das Stück.

Vier mit Helm, Hellebarde und Leuchtweste als Soldaten verkleidete Schauspieler riefen zur Ruhe und sogleich zur Volkszählung auf. Von hinten kamen Tina Weiß als sichtbar schwangere Maria und Gerhard Naser als liebevoller Josef zum Platz um die Linde.

Ganz Bartenstein verwandelte sich in Betlehem, um sich mit den beiden auf die Suche nach einer Unterkunft zu machen. Alle folgten den werdenden Eltern, die sogar einen echten Esel als Begleiter hatten, zum Burgtor. Dort wurde der Weg von Soldaten gesperrt. Nächste Station war der „Löwen“. Die beiden klopften an der Wirtshaustür. Der ehemalige Wirt Paul Grönsfelder öffnete das Fenster und schickte die beiden unfreundlich weiter. Sieben Stationen lang war der Weg, den alle gingen. Nachdem sie endlich eine Scheune zum Unterkommen gefunden hatten, erschienen die drei Könige.

Zwischen einigen Haltepunkten wurde Weihnachtslieder gesungen. Zweitletzter Ort der Geschichte war außerhalb des Ortskerns auf einer Wiese. Eingezäunt standen Schafe um eine Futterkrippe herum, dazu sechs Hirten. Neun Engel erschienen und erfüllten die Herzen der Hirten und der Zuschauer mit Wärme. So machten sich alle gemeinsam auf den Weg zum Stall, in dem das Jesuskind geboren worden sein sollte. Wunderschön, feierlich und rührend hatten die Bartensteiner den Stall hergerichtet.

Ein großer leuchtender Stern mit Schweif prangte darüber. Der Esel und die Schafe waren auch im Stall angekommen. Maria und Josef standen stolz und liebevoll vor der Krippe mit dem Kindlein darin. Die gerührten Zuschauer sangen gemeinsam „Ich steh an deiner Krippe hier“. „Josef“ Gerhard Naser verkündete allen: „Die alte Welt ist nun zu Ende, gekommen ist die Zeitenwende.“ Keine Frage: Die Kulisse Bartenstein ist nahezu perfekt für solch eine Veranstaltung.