Hohenlohe-Franken

Luftrettung Rettungshubschrauber fliegt jährlich rund 2000 Einsätze / Auch im Main-Tauber-Kreis aktiv

ADAC-Luftrettung bleibt in Ochsenfurt

Archivartikel

Ochsenfurt.Die Entscheidung über die Vergabe der Luftrettung am Standort Ochsenfurt ist gefallen: Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg (ZRF) hat den Zuschlag für den Betrieb des Rettungshubschraubers „Christoph 18“ für weitere fünf Jahre an die gemeinnützige ADAC-Luftrettung vergeben. Der entsprechende Vertrag wurde auf der Luftrettungsstation an der Main-Klinik in Ochsenfurt unterzeichnet.

„Wie gewohnt haben wir uns in der Ausschreibung sehr stark auf Verlässlichkeit und Qualität fokussiert – wie immer mit der höchsten Priorität auf die Bereiche Flugsicherheit und Medizin. Es freut uns, dass wir den ZRF mit unserem Gesamtkonzept überzeugt haben und die Menschen in der Region auch in Zukunft optimal mit notfallmedizinischer Hilfe aus der Luft versorgen können“, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC-Luftrettung.

„Eine so hohe Qualität und Einsatzdichte wie in Ochsenfurt ist nur möglich, weil wir dort mit sehr starken, kompetenten und zuverlässigen Partnern zusammenarbeiten“, lobte er. In Ochsenfurt besteht die Crew aus Piloten der ADAC-Luftrettung, Notärzten der Main-Klinik Ochsenfurt und des Uniklinikums Würzburg sowie Notfallsanitätern des BRK Würzburg und der Malteser Würzburg. Stationsleiter ist Pilot Christian Stangl, Leitender Notfallsanitäter Ernst Freier und Leitender Hubschraubernotarzt Dr. Julian Küstermann.

Die Crews sind innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit. Geflogen wird mit einem Helikopter des Typs Airbus EC 135 täglich von 7 Uhr bis Sonnenuntergang. Alarmiert wird „Christoph 18“ über die Notrufnummer 112, disponiert von der Integrierten Leitstelle Würzburg.

„Christoph 18“ gehört mit rund 2000 Einsätzen pro Jahr zu den am häufigsten alarmierten ADAC-Rettungshubschraubern in Deutschland.

Im ersten Halbjahr 900 Einsätze

Im ersten Halbjahr 2020 rückte die Crew bereits erneut zu rund 900 Rettungsflügen aus. Erster Betreiber der Luftrettung in Ochsenfurt war am 31. Juli vor 40 Jahren die Bundespolizei. Weil sie damals einen Engpass bei der Hubschrauberlieferung hatte, sprangen zur Inbetriebnahme von „Christoph 18“ die fliegenden Gelben Engel des ADAC ein, ehe die Bundespolizei die schnelle Hilfe aus der Luft dann im November 1981 selbst übernahm.

Am 1. Januar 2011 kehrte die ADAC Luftrettung zu ihren Wurzeln in Ochsenfurt zurück und investierte in einen kompletten Neubau der Station.

Die Konzession wurde vom ZRF damals bis Ende 2020 vergeben und musste daher jetzt neu ausgeschrieben werden. adac