Hohenlohe-Franken

Hohenlohekreis Gemeinsame Corona-Teststrategie entwickelt / Zentrale Abstrichstelle im Stand-By-Betrieb

Abstriche vermehrt in Arzt-Praxen

Archivartikel

Hohenlohekreis.Die Vertreter der niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis und das Landratsamt haben eine gemeinsame Strategie zur Umsetzung der neuen Corona-Testkonzeption des Landes Baden-Württemberg entwickelt. Diese wird seit 6. Mai umgesetzt.

Die Konzeption des Landes sieht neben den bereits bekannten Testungen von symptomatischen Personen gemäß RKI-Empfehlung weitere Fallgruppen vor.

Dabei geht es um enge Kontaktpersonen (so genannte K1-Personen) von positiv getesteten Fällen oder auch Menschen in medizinischen Einrichtungen und in der stationären Pflege. Zudem soll bei Erkrankungshäufungen etwa in Gemeinschaftsunterkünften oder Betrieben verstärkt dort getestet werden.

Die Abstriche erfolgen künftig durch die niedergelassenen Ärzte in ihren Praxen, sprich der Hausarzt führt ihn selbst durch oder überweist an einen Kollegen.

Für diese Fälle stehen im Hohenlohekreis zahlreiche Corona-Schwerpunktpraxen zur Verfügung beziehungsweise Praxen, die bereit sind, Abstriche von Patienten zu nehmen, die von anderen Praxen geschickt werden. Überweisung an die Zentrale Abstrichstelle Belzhag erfolgt vorerst nicht mehr. „Die Abstrichstelle war angelegt für eine sehr hohe Zahl an Testungen. Derzeit sind die niedergelassenen Ärzte jedoch sehr gut in der Lage, die anfallenden Abstriche in ihren Praxen durchzuführen“, erklärt Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Kreisärzteschaft Öhringen.

In Folge dessen wird die Zentrale Abstrichstelle in Belzhag ab 16. Mai in einen Standby-Betrieb versetzt. Sollte das Lagebild sich ändern, besteht jederzeit die Möglichkeit, die Abstrichstelle kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen.

„Im Kern folgen wir mit der gemeinsamen Strategie für den Hohenlohekreis den Wünschen der Kreisärzteschaft, die Abstriche wieder in den eigenen Praxen durchzuführen“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth und dankte den Ärzten für die ausgesprochen konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen.

Dies betont auch Dr. Andreas Kühn, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Künzelsau: „Die Zentrale Abstrichstelle hat insbesondere wegen des hohen Engagements der ehrenamtlichen Helfer, der Unterstützer der Kassenärztlichen Vereinigung sowie nicht zuletzt der Mitarbeiter des Landratsamtes hervorragend funktioniert.“