Höpfingen

Jubiläum Der langjährige Höpfinger Schulleiter und Ortschronist Wendelin Böhrer vollendete dieser Tage sein 80. Lebensjahr

„WB“ ist zu seinem „Markenzeichen“ geworden

Höpfingen/Bochum.Der langjährige Höpfinger Schulleiter und Ortschronist Wendelin Böhrer vollendete dieser Tage sein 80. Lebensjahr.

Geboren am 19. Mai 1940, studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg und trat im Mai 1962 seinen Dienst an der Schloßauer Volksschule an. Zum April 1966 wurde er auf eigenen Wunsch an die Grund- und Hauptschule Höpfingen versetzt. Nach seiner Zusatzprüfung in Englisch wurde er 1974 zum Fachberater in Englisch für die Hauptschule ernannt.

Sein vielseitiges Engagement als Fachberater und Mentor fand seine Anerkennung durch die Ernennung zum Konrektor im Jahre 1974 und zum Rektor am 6. Dezember 1978.

Im Frühjahr 2003 wurde er in den Ruhestand verabschiedet und hatte bis dahin Generationen von Schülern als freundlicher und weitsichtiger Pädagoge auf dem Weg ins Berufsleben begleitet.

Der seinerzeitige Bürgermeister Ehrenfried Scheuermann krönte Böhrers Wirken seinerzeit mit der Silbernen Bürgermedaille. „WB ist zum Markenzeichen geworden: Weiß Bescheid, wirkt bescheiden, will das Beste“, lautete damals Scheuermanns Laudatio.

Stets objektive Berichterstattung

„WB“ war darüber hinaus auch ein Synonym für stets objektive und zuverlässige Lokalberichterstattung: Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer, Konrektor und Rektor war Wendelin Böhrer über Jahrzehnte hinweg als freier Mitarbeiter der Fränkischen Nachrichten mit Schwerpunkt Höpfingen und gelegentlichen Terminen in umliegenden Gemeinden tätig, bis er aus gesundheitlichen Gründen im März 2018 Kamera, Block und Stift beiseite gelegt hatte.

Neben unzähligen Gemeinderatssitzungen lag sein Fokus auf Schul- und natürlich Vereinsberichten – vor allem dem Gesangverein 1859 Höpfingen war Böhrer seit seiner Jugend als begeisterter Sänger verbunden und auch Ehrenmitglied.

Darüber hinaus verrichtete er für den Verband Bildung und Erziehung (VBE), dem er bereits 1962 beigetreten war, die Pressearbeit auf Kreisebene. Weiterhin engagierte er sich im Buchener Eine-Welt-Laden und begründete die noch heute währende Unterstützung des afrikanischen Staats Tansania durch die Höpfinger Schule.

Sein privates Glück hatte Wendelin Böhrer bei seiner 2005 verstorbenen Ehefrau Rosemarie gefunden, mit der er Tochter Angelika und Sohn Wolfgang großgezogen hatte. Er freute sich sehr über die Geburt seiner beiden Enkelsöhne Anton und Alexander.

Vor Kurzem fand ein gesundheitlich bedingter Ortswechsel ins Ruhrgebiet statt; Böhrer zog in die Nähe seines in Bochum lebenden Sohnes. ad