Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Glasfaserausbau zentrales Thema

Voruntersuchungen für besonders schnelles Internet

Archivartikel

Höpfingen.In der Obst- und Festhalle tagte am Montag der Höpfinger Gemeinderat. Trotz strammer Tagesordnung konnte der öffentliche Sitzungsteil nach rund einer Stunde beendet werden. Ein zentrales Thema war der flächendeckende Glasfaserausbau im Neckar-Odenwald-Kreis, der auch Höpfingen in naher Zukunft zu besonders schnellem Internet verhelfen sollte. „Erste Voruntersuchungen wurden bereits erledigt“, ließ Bürgermeister Adalbert Hauck wissen und gab bekannt, dass man mit einer etwa drei- bis vierjährigen Umsetzungsphase zu rechnen habe. Erfreut sei man darüber, dass man auf der Suche nach Alternativen erfolgreich war: „Nachdem trotz bis zu 90-prozentiger Förderung durch Bund und Land niemand zur Errichtung des Netzes bereit war, entstand ein gemeinsames Projekt mit der im hessischen Dreieich ansässigen Breitbandversorgung Deutschland GmbH (BBV).

Als Vertreter dieses Unternehmens erklärten Robert Link und Sascha Bender: „Eigenleistungen durch die Gemeinde sind nicht nötig, zumal die BBV das unternehmerische Risiko trägt.“ Sie sicherten den Anschluss von Privat- und Geschäftskunden an das sogenannte FTTH-Netz („Fibre To The Home“) zu: Jeder Haushalt erhalte seine eigene Zuleitung zum Verteilerkasten. Zwar seien entsprechende Vorverträge bereits geschlossen, doch sei es den Kunden freigestellt, nach ein bis zwei Jahren zu jedem beliebigen Anbieter zu wechseln. Die Verlegetiefe der Glasfaserkabel sei mit Bauarbeiten verbunden, wobei man eine offene Bauweise oder Spülbohrung pflegen werde. Unterhalb Gehwegen werden die Kabel in 60 Zentimetern Tiefe verlegt, zudem 80 Zentimeter unter innerörtlichen Straßen und 120 Zentimeter unter Kreis- und Landstraßen. „Insgesamt betrifft der Glasfaserausbau 27 Kommunen mit 143 000 Einwohnern sowie 43 500 Gebäude mit 67 200 Wohnungen“, berechnete Robert Link. Aussiedlerhöfe wie etwa die „Hohle Eiche“ oder das Fuchsenloch verstehen sich dabei als „Sonderprojekte“. Mit einer Realisierung sei in spätestens vier Jahren zu rechnen.