Höpfingen

Grundschule Höpfingen Erlebnistage waren im Corona-Jahr 2020 für die Schüler rar

Süßmostkeltern bleibt in guter Erinnerung

Archivartikel

Höpfingen.Das Coronavirus wirkte sich im zurückliegenden Jahr auch in der Grundschule in Höpfingen nicht nur auf den regulären Betrieb aus, sondern auch auf außerschulische Aktivitäten.

Für die beiden dritten Klassen war ab März ein Streuobstwiesen-Projekt geplant. Wie in den Vorjahren wollten die Schüler mit ihren Klassenlehrerinnen Diana Schmitt und Anke Hauck einmal monatlich die Obstwiese von Martin Berberich besuchen. Geplant waren neben dem Pflanzen eines Baumes auch Entdeckungstouren, ein Wildkräuter-Kochevent und vieles mehr.

Bei der Baumpflanzaktion Anfang März rechnete keiner damit, dass schon wenige Tage später ein totaler Lockdown kommen würde. Wer gesehen hat, mit welcher Begeisterung die Kinder „ihren“ Baum gepflanzt haben, der kann sich gut die Enttäuschung über den Abbruch des Jahresprojektes vorstellen.

Nachdem sich die Situation im Laufe des Sommers entspannte und die zuständigen Stellen zu Beginn des neuen Schuljahres grünes Licht gaben, wollte man den Kindern das Erlebnis des Süßmostkelterns im Herbst ermöglichen. Stefan Gehrig vom Maschinenring freute sich, dass die Viertklässler trotz der Umstände einen Termin gebucht haben. Am Tag vor dem Mosten schüttelte Martin Berberich einen Apfelbaum, und die Kinder konnten mehrere Säcke füllen. Mit einigen weiteren Äpfeln, die von den Familien zur Verfügung gestellt wurden, wurde dann auf dem Schlempertshof so viel gekeltert, dass jedes Kind sich fünf Liter Saft mit nach Hause nehmen durfte.

Noch interessanter als der Saft war es allerdings für die Kinder, die vielen Schritte des Keltervorgangs zu erleben und aktiv dabei zu helfen.

Während sich die Mädchen und Jungen den Saft schmecken ließen, konnten sie den Jägern zuschauen, die den Pressabfall zur Winterfütterung für die Rehe einsalzten.

Solche Erlebnistage waren in diesem Jahr rar. Umso dankbarer waren die Kinder dafür. mof