Höpfingen

Aus dem Gemeinderat Gremium beschließt Sanierungsmaßnahmen für mehr als eine Million Euro

Straße in desolatem Zustand

Höpfingen.Wo Häuser sind, da sind meistens auch Straßen. So war es fast eine logische Folge, dass der Höpfinger Gemeinderat neben diversen Bebauungsplänen am Montag auch zwei Straßensanierungen im Gemeindegebiet anordnete.

Start in „absehbarer Zeit“

Bürgermeister Adalbert Hauck verkündete erfreut, dass die seit Jahren geplante Sanierung der sich in desolatem Zustand befindenden Dr.-Thomas-Nörber-Straße in Waldstetten „in absehbarer Zeit“ beginnt. Die hierfür aus den Töpfen des ELR-Programms und der Fachförderung „FrWw“ für die Kanalsanierung zur Verfügung gestellten Fördermittel bezifferte Hauck auf 285 860 Euro. Zwar stehen die Entscheidungen seitens des Gemeindeausgleichsstocks sowie der Fachförderung „FrWw“ für die Sanierung der Wasserleitung derzeit noch aus. Doch die Kommune habe bereits eine förderunschädliche frühzeitige Baufreigabe beantragt. „Diese wurde uns bereits bestätigt“, hob Hauck hervor und sah die Voraussetzungen zum öffentlichen Ausschreiben damit erfüllt.

Die Ingenieursleistungen wurden bereits im April 2019 dem Sinsheimer Büro Michel aufgetragen. „Die aktuelle Kostenschätzung für die Maßnahme liegt bei 761 000 Euro brutto mit den Gewerken Straßenbau, Wasser und Abwasser“, hielt der Bürgermeister fest und übergab das Wort an Kämmerer Christian Hauk. „Eine Prüfung ergab, dass eine teilweise durch unsere Bauhofarbeiter erfolgte Arbeitsausführung nicht günstiger gewesen wäre“, schilderte er.

Gemeinderat Herbert Frisch berief sich auf die gegenüber früherer Prognosen um rund 100 000 Euro gestiegene Summe, die Kämmerer Hauk mit in den aktuellen 761 000 Euro bereits implizierten Kosten für die Wasserführung begründete. Amtskollege Helmut Häfner sprach von einem „jahrelangen Thema, das es nun beim Schopf zu packen gilt“. Die Ansicht des Bürgermeisters, schnellstmöglich mit der Ausschreibung zu beginnen, teilte das Gremium: Einstimmig ordnete man neben diesem Punkt auch eine maximal zehnprozentige Steigerung der Baukosten an.

Schlaglöcher, Spurrillen und Risse

Auf ihre Sanierung wartet auch die Gemeindeverbindungsstraße am Mantelsgraben mit Anschluss zur B 27: Die von Schlaglöchern, tiefen Spurrillen, Rissen und älteren Ausbesserungen übersäte „Holperpiste“ stellt vor allem Radfahrer vor zahlreiche im Ernstfall gefährliche Hürden, weist eine unzureichende Fahrbahnentwässerung und eine stark schwankende Fahrbahnbreite zwischen 4,75 und fünf Metern auf. Um diese Gefahren zu beseitigen, soll die Strecke in zwei Bauabschnitten für etwa 259 000 Euro saniert werden.

Wie Kämmerer Christian Hauk wissen ließ, könne diese Summe jedoch durchaus nach unten korrigiert werden. „Zuschüsse über den Gemeindeausgleichsstock sind denkbar, da heuer nur wenige Anträge eingegangen sind“, berichtete er. Bürgermeister Hauck stellte das Projekt en détail vor: Der erste Bauabschnitt umfasst die rund 150 Meter zwischen B 27 und Einfahrt in den Mantelsgraben, während der zweite Bauabschnitt nordöstlich des Mantelsgrabens beginnt und bis zum Höpfinger Ortsschild rund 900 Meter vorsieht.

„Die Strecke soll auf der vorhandenen Trasse bestandsorientiert saniert werden“, gab Hauck bekannt und verwies darauf, dass die bestehende Beschilderung „grundsätzlich beibehalten und im Bedarfsfall erneuert wird“ und Leitpfosten die Straße eingrenzen werden.

Bauleitung und Betreuung der Maßnahme obliegen dem Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn, der auch als Kostenträger fungiert. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, den Verband schnellstmöglich mit der Beautragung der Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt zu beauftragen. ad