Höpfingen

Ehemalige Zwetschgenanlage Höpfingen Fünfjahresvertrag mit Wanderschäfer Karlheinz Neugebauer in Vorbereitung

Schafbeweidung hat sich bewährt

Höpfingen.Im Vorjahr 2017 widmete sich der Obst- und Gartenbauverein der Frage, wie man eine mögliche Umstrukturierung der in die Jahre gekommenen ehemaligen Zwetschgenanlage in die Tat umsetzten könne, um die einst über Jahrzehnte gepflegte, intensive Obstbaukultur in den Status einer weniger pflegebedürftigen, extensiven Obstkultur umzugestalten. Man einigte sich in großer Mehrheit darauf, die Pflege des Graswuchses mit Hilfe einer Schafbeweidung des Wanderschäfers Karlheinz Neugebauer probehalber für ein Jahr durchzuführen, was man fast ausschließlich auch recht erfolgreich vollzog.

Am Mittwoch trafen sich alle interessierten und betroffenen Grundstückbesitzer der einstigen Zwetschgenanlage in dem katholischen Gemeindezentrum in Höpfingen zu einem allgemeinen Rückblick über die im Vorjahr abgelaufene Schafbeweidung.

Als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Höpfingen begrüßte Andreas Fürst die zahlreich erschienenen Teilnehmer der Veranstaltung, darunter Bürgermeister Adalbert Hauck, Wanderschäfer Karlheinz Neugebauer mit Sohn und Eva Lutz vom Landschafts-Erhaltungs-Verband (LEV).

Andreas Fürst gab bekannt, dass fast alle Eigentümer der Schaf-Beweidungsflächen erfreulich positive Rückmeldungen erstatteten, die für alle Partner ein Art Win-Win- Projekt darstelle.

Zunächst erinnerte Eva Lutz vom LEV daran, dass der Obst- und Gartenbauverein in den Vorjahren bereits einige gemeinsame Projekte mit dem LEV erfolgreich absolvierte. So zum Beispiel Baumschnittkurse und Neuanlagen im Streuobstbau.

Sie informierte darüber, dass für das bereits angelaufene Jahr 2018 ein sogenannter Landschaftsvertrag zwischen Wanderschäfer Karlheinz Neugebauer und dem LEV für fünf Jahre vorbereitet werde, an dem sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins freiwillig beteiligen könnten. Keiner sei jedoch verpflichtet, den Vertrag volle fünf Jahre einzuhalten. Man könne jährlich nach gegenseitiger Vereinbarung austreten.

Wichtig bei der Nutzung von Grünlandflächen durch Wanderschäfer seien verbindliche Absprachen und die Wahrung der gegenseitigen Interessen mit dem Ziel eines vernünftigen Miteinanders.

Über positive Erfahrungen im Vorjahr äußerten sich die anwesenden Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins, negative Beurteilungen waren nicht wahrzunehmen, weder von den Grundstücksbesitzern noch von Wanderschäfer Neugebauer.

Die erste Schafbeweidung für 2018 sei etwa Ende Mai/ Anfang Juni geplant, so Andreas Fürst. Wann die zweite Beweidung vorgesehen ist, könne man noch nicht voraussagen, zumal mehrere Sachverhalte davon abhängig seien. Jedenfalls solle man dabei in stetem Kontakt untereinander stehen und gegenseitige Partnerschaft pflegen. Selbstverständlich könne man nach getroffenen Vereinbarungen auch bestimmte Flurteile behutsam bewirtschaften.

Bürgermeister Adalbert Hauck war es ein besonderes Anliegen, allen Beteiligten dieser geplanten Schafbeweidung für das vertrauensvolle Miteinander zu danken, so den Eigentümern, dem LEV mit Eva Lutz, dem Obst- und Gartenbauverein und Schäfer Karlheinz Neugebauer. Es sei der Gemeinde eine stete Herausforderung, die ehemalige Zwetschgenanlage auch als einstiges tragendes Kulturobjekt ehrenvoll in Erinnerung erhalten.

Andreas Fürst bedankte sich bei allen Anwesenden für die jederzeit kommunikative Zusammenarbeit. WB