Höpfingen

Im Höpfinger Familienbad Bundestagsabgeordneter Alois Gerig löste seinen Wetteinsatz vom „Quetschefescht“ ein

„Könnte in der Putzkolonne anfangen“

Archivartikel

Höpfingen.„Wetten, dass...?!“ war nicht nur der Name einer vor allem dank Sympathieträger Thomas Gottschalk über Jahrzehnte hinweg beliebten Samstagabendshow, sondern auch das Konzept des Vereinsabends beim letztjährigen „Quetschefescht“. Einer der Wettpaten war Bundestagsabgeordneter Alois Gerig, der seinen Wetteinsatz am Montag einlöste: Gemeinsam mit Festkönigin Denise Streckert und den Festdamen Lea Willer und Sina Reinhard säuberte er das Familienbad.

Auf Schritt und Tritt verfolgt

Kaum hatte er Sakko und Hemd gegen die Badehose eingetauscht und zum Hochdruckreiniger gegriffen, drehte der CDU-Politiker mehrere Runden um das Becken und wurde dabei auf Schritt und Tritt von Erwin Nentwich als Sprecher der Höpfinger Vereine begleitet. Das hatte seinen Grund: Als Conférencier der alten Schule hatte Nentwich im September den Vereinsabend moderiert und durch die Wetten geführt. Nach der „Reinigungszeremonie“ prüfte Höpfingens DLRG-Urgestein Norbert Streckert das Ergebnis und fasste seine Meinung in launigen Worten zusammen: „Alois könnte theoretisch sofort in unserer Putzkolonne anfangen“. Der Abend setzte sich im DLRG-Raum fort, wo Nentwich zur stimmungsvollen Diashow die besten Momente des Vereinsabends Revue passieren ließ und der DLRG für die „absolut professionelle Organisation eines gigantischen Abends“ dankte. „Die Idee eines Wettabends kam bestens an“, betonte Nentwich und hielt fest, dass weitere Wetteinsätze „noch im Frühjahr 2020“ eingelöst werden. Anschließend kam Alois Gerig zu Wort und sprach von der Bedeutung, „Signale zum Erhalt des Familienbads zu setzen“. Dazu trage neben dem Vereinsabend auch die rührige Zusammenarbeit des DLRG-Ortsvereins und des Fördervereins „ProBad“ bei. „Es muss uns ein großes Anliegen sein und bleiben, das Bad zum Wohle der Allgemeinheit weiterhin betreiben zu können“, erklärte er und verglich die Schwimmausbildung mit aktiver Lebensrettung. In diesem Sinne seien nicht nur große Spaßbäder und Badeseen, sondern auch eher kleine Hallenschwimmbecken wie das Familienbad in eine sichere Zukunft zu führen.

„Wir sind auch von politischer Seite auf einem guten Weg“, konstatierte Gerig und verwies auf die Petition „Rettet die Bäder“ mit rund 120 000 Unterschriften. „Sie fand weit über den Petitionsausschuss hinaus in Bund und Ländern großes Gehör“, ließ er wissen und bezeichnete den Erhalt des Familienbads speziell zugunsten kommender Generationen als „großen persönlichen Wunsch“. Schließlich diene das Schwimmen auch der Gesunderhaltung des Körpers.

Nachdem DLRG-Vorsitzende Regina Gedemer und Dieter Link als Vorsitzender des Fördervereins „ProBad“ sowie Norbert Streckert den Schwimmbädern einen hohen infrastrukturellen und ideellen Wert zusprachen, klang der Abend bei einem Imbiss gemütlich aus.