Höpfingen

Förderverein „Große Sporthalle“ Vertreter der NetzeBW überreichte Spende / Rührige Arbeit der Mitglieder gewürdigt

„Halle wird als Zeugnis von Lebensqualität angesehen“

Archivartikel

Höpfingen.Gleich zwei Spendenübergaben erfreuten am Montag die Mitglieder des Fördervereins „Große Sporthalle“ sowie die politische Gemeinde. Zunächst überreichte Kommunalberater Bernhard Ries als Vertreter der NetzeBW eine Spende von 444,60 Euro an den Vorsitzenden Ehrenfried Scheuermann.

„Dahinter verbirgt sich eine 2018 gestartete Aktion der NetzeBW, bei der Haushalte dazu aufgerufen werden, den Stand ihres Stromzählers nicht wie bisher auf dem Postweg, sondern mithilfe elektronischer Medien bekannt zu geben“, erklärte Ries.

„Unser Ziel ist es, mehr und mehr von der postalischen Datenübermittlung wegzukommen“, fuhr er fort. Als Anreiz dafür spendet der Netzbetreiber pro Kommune das durch jene Online-Mitteilungen des Stromverbrauchs jährlich eingesparte Porto an eine gemeinnützige Organisation – im Falle des in Höpfingen gesparten Betrags an den Förderverein „Große Sporthalle“.

Das begründete Bernhard Ries damit, dass die Unterhaltung der Halle zum Gemeinwohl beitrage und durch Sport, aber auch diverse dort abgehaltene Veranstaltungen für Gemeinschaftserlebnisse sorge.

Vereinsvorsitzender Ehrenfried Scheuermann und Kassierer Roland Stolz freuten sich: „Eine Finanzspritze ist natürlich immer willkommen“, hoben sie hervor. Besonders erfreulich sei, dass die Bürger Höpfingens und Waldstettens dazu beigetragen hatten.

„Das Geld kommt einem sinnvollen Zweck zugute“, so Scheuermann. Er ließ wissen, dass der Verein vor 25 Jahren ursprünglich zur Subventionierung des Hallenbaus gegründet worden war. „Heute besteht das Ziel darin, die kostenlose Nutzung der Sporthalle zu ermöglichen.“

Allerdings sei das im „Corona-Jahr“ kein ganz einfaches Unterfangen: Nachdem das Maibaumstellen entfiel und auch der Weihnachtsmarkt mit Skibasar heuer definitiv nicht stattfinden wird, fehlen dem Verein wesentliche Einnahmequellen. „Daher sind wir besonders dankbar über die Weitergabe des dank digitaler Übermittlung gesparten Geldes“, so Scheuermann.

„Gerade dann wollen wir helfen“

Wer Sonnenschein erhält, gibt auch Sonnenschein weiter: In diesem Sinne reichte der Förderverein einen ersten Abschlag in Höhe von 1000 Euro an Bürgermeister Adalbert Hauck weiter. „Auch in einer gerade für das von Ehrenamt, Vereinskultur und Geselligkeit durchzogene Höpfingen schwierigen Phase oder gerade dann wollen wir helfen“, betonte er im Namen seiner Vorstandskollegen Roland Stolz, Stefan Kaiser und Kordula Rabel.

Gern nahm Bürgermeister Adalbert Hauck den symbolischen Scheck entgegen und sprach von einer „nicht selbstverständlichen Spende, die ein wichtiges Zeichen setzt“. Die rührige Arbeit des Fördervereins würdigte er in klaren Worten: „Eure Bemühungen zeigen, dass die Halle nicht nur existiert, sondern auch weithin angenommen und in Höpfingen als Zeugnis von Lebensqualität angesehen wird“, erklärte er.

Dass der Weihnachtsmarkt heuer entfalle, sei zwar „eine bittere Pille“, aber die aus rationaler Sicht bessere Entscheidung: „Zum Einen wäre der Bewegungsstrom nicht zu kontrollieren, zum Anderen würde der dauerhaft ‚erhobene Zeigefinger’ jedes weihnachtliche Flair zunichte machen – es wäre einfach nicht schön“, äußerte er sich zu den Hintergründen.

Doch könne man sich bereits auf 2021 freuen, was auch Ehrenfried Scheuermann bekräftigte: „Gemeinsam werden wir diese Zeit überstehen“, machte er Mut. ad