Höpfingen

Herbsthauptübung Feuerwehrabteilungen Höpfingen und Waldstetten sowie DRK-Ortsverein stellten Können unter Beweis

Gut aufeinander eingespielte Retter

Die Abteilungswehren Höpfingen und Waldstetten stellten bei der Herbsthauptübung gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Höpfingen ihr Können unter Beweis.

Höpfingen. Wer am frühen Samstagnachmittag durch Höpfingen fuhr, wunderte sich in der Ortsmitte möglicherweise über Blaulicht, Einsatzfahrzeuge und Uniformierte sowie über zahlreiche Schaulustige. Letztere verstanden sich nicht als „Gaffer“, sondern waren Zeugen der interessanten Herbsthauptübung, mit der die Abteilungswehren aus Höpfingen und Waldstetten sowie der DRK-Ortsverein Höpfingen ihr Können unter Beweis stellten.

Brand nach technischem Defekt

Das Einsatzszenario der Übung ging von einem technischen Defekt in der Kühlanlage des Kühlhauses von Getränke-Greulich aus, der wiederum einen Brand auslöste.

Nachdem die starke Rauch- und Hitzeentwicklung für ein rasches Ausbreiten des Feuers auf weitere Räume und das Dach sorgte, so das Szenario, wurde festgestellt, dass mehrere Personen noch im Gebäude eingeschlossen und zu retten seien. Zusätzlich verschärft wurde die Aufgabe durch das direkt angrenzende Wohnhaus und die Nähe zur rund um die Uhr pulsierenden Ortsdurchfahrt.

Kühlen Kopf bewahrt

Trotzdem bewahrten die nach erfolgtem Notruf durch die Einsatzleitstelle alarmierten Ehrenamtlichen den vielzitierten „kühlen Kopf“: Unmittelbar nach der Verständigung rückte die Hauptwehr Höpfingen mit den Einsatzfahrzeugen TLF-16 und HLF-10 über die Heidelberger Straße und die Gneisenaustraße an; die Abteilungswehr Waldstetten kam mit dem TSF-Fahrzeug an den Einsatzort.

Die Rettung der noch im Anwesen eingeschlossenen Menschen erfolgte durch die mit Atemschutzmasken ausgestatteten Mitglieder der Hauptwehr; die Erstversorgung der Geretteten übernahm das DRK Höpfingen. Als Sammelstelle für die aus dem Brandhaus befreiten Personen fungierte die Garage von Mike Dörr in der Gneisenaustraße.

Die Aktiven beider Wehren und des Roten Kreuzes arbeiteten Hand in Hand: Nachdem die Wasserversorgung über den Fahrzeugtank und den Unterflurhydranten in der Gneisenaustraße zuverlässig aufgebaut und die Straßen abgesichert wurden, schritt man mit dem C-Rohr zur Tat. Während mit dem TLF-Fahrzeug die Nordseite des Gebäudes angegangen wurde, oblag der Waldstettener Wehr die Brandbekämpfung über die Südseite.

Mit im Einsatz war mit der Jugendfeuerwehr auch der Nachwuchs. Wie schließlich Gesamtkommandant Carsten Hauk, Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Fürst und Feuerwehr-Urgestein Fritz Schwinn als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Hardheim bei der Nachbesprechung im katholischen Gemeindezentrum einhellig festhielten, könne man mit dem Verlauf der Übung „in jeder Hinsicht äußerst zufrieden sein“. Man sei „für den hoffentlich nicht zu erwartenden Ernstfall sehr gut gerüstet“.

Jeder Handgriff saß

Auch Jens Eiermann (DRK-Bereitschaft) dankte für die hervorragende Zusammenarbeit. Man habe wieder einmal an einem Strang gezogen und dadurch in beeindruckender Weise gezeigt, was mit perfekt aufeinander eingespielten Rettungskräften ermöglicht werden kann: „Jeder Handgriff saß.“. Man demonstrierte Teamwork in Reinkultur. Auch als Belohnung für das Geleistete verstand sich schließlich die Brotzeit.