Höpfingen

Diamantene Hochzeit Gisela und Herbert Böhrer aus Höpfingen heirateten am 30. Juli 1960

Gemeinsames Hobby mit vier Rädern

Archivartikel

Höpfingen.Das Fest der diamantenen Hochzeit feiern am heutigen Donnerstag Gisela und Herbert Böhrer aus Höpfingen. „Wir sind sehr dankbar darüber, diesen Tag im Kreise unserer Familie erleben zu dürfen“, freut sich das Jubelpaar, das am 30. Juli 1960 heiratete. „Um 7.30 Uhr ging es zum Standesamt, keine drei Stunden später traute uns Pfarrer Schliermann“, blicken sie zurück.

Herbert Böhrer wurde am 5. Juli 1937 in Höpfingen geboren, wo er mit fünf Geschwistern groß wurde und die Volksschule besuchte. Seine am 31. Juli 1938 geborene Ehefrau wuchs in direkter Nachbarschaft auf. „Wir haben uns gelegentlich sicher gesehen, aber erst später näher kennen gelernt“, erklärt Gisela Böhrer, die mit einem Bruder aufwuchs.

Nach der Volksschule besuchte sie die Höhere Handelsschule in Walldürn und arbeitete bis zur Geburt der ersten Tochter 1961 bei der damaligen Walldürner Blumenfabrik Frei.

„Ein echter Autonarr“

Nach „Dürn“ zog es beruflich auch ihren Mann: Herbert Böhrer absolvierte im seinerzeitigen VW-Autohaus Weinlein eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Nach dieser wechselte er zur Höpfinger Firma Franz Schell und schließlich im April 1956 zur Daimler-Benz AG nach Stuttgart. „Eine für mich sehr prägende Zeit, die auch mein großes Hobby auslöste – ich bin nämlich ein echter Autonarr“, hält Herbert Böhrer scherzhaft fest.Ab 1959 besuchte er die Technikerschule in Stockach am Bodensee, wirkte danach bei OKW in Buchen und war von 1968 bis 1987 selbstständig in der Möbelbranche aktiv; bis 2005 war er danach als Handelsvertreter in Deutschland unterwegs. Gisela Böhrer war nach der Geburt der drei Töchter einige Jahre als Heimarbeiterin der seinerzeitigen Höpfinger Schneiderei Reuter tätig

Die Eheleute verbindet ein gemeinsames Hobby mit vier Rädern: „Wir sind Mitglied in verschiedenen Oldtimerclubs, nahmen an zahlreichen tollen Ausfahrten teil und hatten schon einige Klassiker besessen“, erklärt Herbert Böhrer, der bereits als Ausgleich zum nicht immer einfachen Berufsleben zahlreiche Motorräder und in siebenjähriger Feinarbeit ein Borgward Isabella Coupé restaurierte. Zur Zeit besitzt das Jubelpaar einen Fiat 133.

Mitglied in zahlreichen Vereinen

Darüber hinaus sind die Eheleute in zahlreichen Höpfinger Vereinen Mitglied: Vor allem der TSV, dessen Vorstand der Jubilar einige Jahre angehörte, die Musikkapelle Höpfingen, der Gesangverein und die Kolpingsfamilie sind Herbert Böhrer wichtig.

Wann immer es ihm möglich ist, besucht er als treues TSV-Mitglied bis heute noch den Sportplatz. Besonders stolz ist das Jubelpaar auf die sieben Enkelkinder.

Gefeiert wird im eher kleinen Kreis: Zuerst findet am morgigen Freitag um 18.30 Uhr der von Dekan Hubert Streckert als langjährigem Freund der Familie zelebrierte Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius statt, ehe sich am Samstag die Familie trifft.

Den Gratulanten schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. ad