Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Abgeschlossene Neugestaltung des Pausenhofs der Grundschule wurde teurer als geplant

Die Sitzbänke sorgten für Diskussionen

Höpfingen.Als abgeschlossen kann die Neugestaltung des Pausenhofs der Höpfinger Grundschule betrachtet werden. Nicht nur, weil Bürgermeister Adalbert Hauck am Montag in der Gemeinderatssitzung die aktuelle Kostenübersicht präsentierte: Mit einem vorläufigen Endbetrag von 46 844 Euro habe man zwar den vorher abgesteckten Kostenrahmen von 40 000 Euro „etwas übertroffen“, habe jedoch „nichts Unnötiges“ gekauft oder bearbeiten lassen, so Hauck.

Erfreut zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über die Spende der Schule, die nach derzeitigem Stand statt ursprünglich 10 000 Euro auf rund 13 000 Euro angewachsen sei. Dann stellte er eine Sitzgelegenheit im Wert von 3155 Euro als „bisher vermissten Wunsch der Schule“ vor und übergab das Wort an Schulleiterin Susanne Lindlau-Hecht. „Es ist für die Kinder nicht angenehm, auf Betonflächen zu sitzen“, schilderte sie. Nachdem die ursprünglich geplanten Sitzbänke aus Kostengründen nicht verwirklicht werden konnten, könne man jedoch nun auf die Spenden zurückgreifen und somit auch diesen Wunsch erfüllen. Zumal man noch weitere 1000 Euro an Spendengeldern erwarte.

Klare Absage

Gemeinderat Thomas Greulich konnte ihrer Argumentation nicht folgen und verwies auf die in der Summe von 46 844 Euro noch nicht enthaltenen Bauhofkosten. „Höpfingen tat sich bereits mit der Durchsetzung dieser Maßnahme sehr schwer“, gab Greulich zu bedenken. Seine Amtskollegen Martin Sauer und Lukas Frisch erkundigten sich nach Angeboten und fragten, ob die Sitzgruppe nicht auch durch den Bauhof errichtet werden könne, um sie hernach peu à peu zu erweitern. Hier fand Bürgermeister Hauck klare Worte: „Der Bauhof ist zur Zeit gut ausgelastet – und die Materialkosten hätten wir auch.“

Gemeinderätin Dr. Stefanie Baumann sprach gleichsam von „viel Geld und keiner Not“, während Herbert Frisch die Bänke als „sachlich gesehen mehr oder weniger eigenerwirtschaftet“ ansah und sie als „Anerkennung des seitens der Schule Geleisteten“ bezeichnete. „An 3000 Euro sollte es nicht mehr scheitern“, hielt er fest und sprach von einem Projekt, das den Kindern und damit der nächsten Generation zugutekäme. Auch die Gemeinderäte Andreas Fürst, Saskia Dargatz und Paul Hauk stützten diese Worte.

Dargatz lobte das herausragende Engagement der gesamten Schulfamilie, während Hauk und Daniela Kaiser-Hauk sich danach vergewisserten, ob der Kauf der Sitzgruppe andere Maßnahmen – etwa im Bereich des Kindergartens St. Lioba – ausbremse.

Bürgermeister Adalbert Hauck verneinte: „Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.“ Mit drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat schließlich für den Kauf der Sitzgelegenheit und die Erteilung des Auftrags an die Schreinerei Hinninger (Obrigheim). Besonders Susanne Lindlau-Hecht freute sich über das Votum, das ganz im Sinne der Kinder und der Schule sei: „Die Bänke sind das i-Tüpfelchen für uns“, erklärte sie.

Zwei Eilentscheidungen

Eine gerade im Hinblick auf Herbst und Winter bedeutsame Eilentscheidung gab Bürgermeister Adalbert Hauck auch noch bekannt: Nachdem zwei undichte Mischventile der Heizkreise der Turnhalle abgestellt werden mussten, wurde die Instandsetzung über 5100 Euro an die Firma Flicker (Fahrenbach) vergeben. „Der Hallenbetrieb muss auch in der kalten Jahreszeit gewährleistet werden“, begründete Hauck und setzte das Gremium über eine weitere Eilentscheidung in Kenntnis: Im Duschbereich des Familienbads wird die Fußbodenheizung saniert, was sich auf rund 4000 Euro belaufe. „Der Zustand war nicht zu dulden. Vor allem angesichts einer teilweise auf über 80 Grad ansteigenden Heiztemperatur, was im Ernstfall Verbrennungen ausgelöst hätte“, erklärte er. ad