Höpfingen

Gesangverein Höpfingen Publikum lauschte beim Liederabend in der Obst- und Festhalle den Darbietungen von sechs Chören

Akteure begeisterten mit ihrer Stimmgewalt

Höpfingen.Chormusik auf beachtlichem Niveau und die Extraportion Gemütlichkeit wurden am Samstag beim gut besuchten Liederabend des Gesangvereins 1861 Höpfingen auf den Punkt gebracht: Das Publikum lauschte in der Obst- und Festhalle den Darbietungen von sechs stimmgewaltigen Chören.

In seiner Begrüßung berief sich Vorsitzender Georg Berberich auf die Vielfalt des Chorgesangs, ehe er das Mikrofon an Kerstin Schuh überreichte: Als Moderatorin wusste sie mit zahlreichen Hinweisen zu den angestimmten Stücken aufzutrumpfen.

Zunächst kündigte sie die Sänger des von Gerhard Bönig geleiteten Höpfinger Gesamtchors an, der den Schlager „Cinderella Baby“ (Drafi Deutscher) und Bob Dylans „Blowin’ In The Wind“ zum Besten gab. Gerhard Bönig setzte dabei nicht nur als Dirigent, sondern auch als „Mann am Klavier“ musikalische Akzente. Danach stimmten die Männerchöre Limbach und Trienz, dirigiert von Elias Müller, die Lieder „Heimat“ und „Frisch gesungen“ an, ehe der Gemischte Chor aus Faulbach mit Leiter Christian Brüggemann beste Unterhaltung mit den englischsprachigen Werken „May It Be“ und „Deep River“ servierte.

Die Freunde klassisch-volkstümlicher Chormusik wiederum kamen beim Männerchor des „Gesangvereins Liedertafel Faulbach 1888“ auf ihre Kosten: Nachdem sie an das Leben, Lieben und Leiden des „Bajazzo“ erinnert hatten, erklang das „Ave Maria der Berge“.

Musikalische Glanzpunkte setzten auch der Höpfinger Frauenchor „Vocalis“ mit „Mad World“, dem Gute-Laune-Schlager über die „Hefe“ und Neil Sedakas Klassiker „Breaking Up Is Hard To Do“ sowie der Männerchor mit „Wenn die Sonne erwacht“, „Der Jäger Abschied“ nach Joseph von Eichendorff und dem weltberühmten „Gefangenenchor“ aus Verdis Oper „Nabucco“.

Weiter ging es mit dem Chor „Vocalis“, der auf internationale Schlager eingestellt war: Auf die Ode an das, was mit dem „Frosch im Hals“ so alles passieren kann, folgte die Adaption von Marianne Rosenbergs Erfolg „Er gehört zu mir“, ehe die Zuhörer an die „42nd Street“ entführt wurden.

Klang- und schwungvoll

Mit „Bube-Dame-König-As“ und Reinhard Meys „Diplomatenjagd“ wusste schließlich der Männerchor aus Faulbach zu begeistern; der gemischte Chor gab sich mit Adaptionen der bekannten Titel „Killing Me Softly“ und „Wunder gescheh’n“ äußerst klang- und schwungvoll die Ehre.

Mit dem „Heimatlied“ und „Santiano“ ließen sich die Männerchöre aus Limbach und Trienz nicht zweimal bitten, ehe der Liederabend auch schon fast am Ende angekommen war.

Der Gemischte Chor aus Höpfingen gab noch „Es war einmal“ und „Nehmt Abschied Brüder“ zum Besten. Freilich bedeuteten die letzten Worte des Liederhefts und die an alle Beteiligten ergehenden Dankesworte von Kerstin Schuh nicht auch das Ende des Abends, da zahlreiche der mit langanhaltendem Applaus ihre helle Begeisterung signalisierenden Besucher noch in der Obst- und Festhalle verweilten.