Höpfingen

„Höpfemer Quetschefescht“ Los ging das bunte Programm am Samstagnachmittag / Neuauflage der „Tour de Örtle“ lockte zahlreiche Mitstreiter / Rad-, Motorrad- und Traktorfahrer mit von der Partie

„Abend der Vereine“ wurde zu einem Höhepunkt

Auch wenn mancher Windstoß und Regenschauer die Idylle zu trüben versuchte, geriet das „Höpfemer Quetschefescht“ mit seinem bunten Programm ganz nach dem Geschmack der Besucher.

Höpfingen. Wie immer verstand sich die Ausfahrt der Motorradfreunde, die von Erwin Nentwich freudig begrüßt wurden, als Auftakt des „Höpfemer Quetschefeschts“.

Über Buch am Ahorn, Altheim, Schefflenz und Billigheim führte die 142 Kilometer lange Strecke den Tross vorbei an Kirchzell und Amorbach am Samstagnachmittag wieder zurück an die Obst- und Festhalle.

„Tour de Örtle“

Aber natürlich lockte auch die Neuauflage der „Tour de Örtle“: Getreu der Maxime „Höpfingen bewegt sich“ nutzten zahlreiche Teilnehmer aller Altersklassen, die von Helmut Häfner auf launige Weise begrüßt wurden, die Möglichkeit zum ganz zwanglosen „Sporteln“ in heimischen Gefilden.

Dabei stand ihnen die Wahl offen, ob sie mit den Nordic-Walkern und Joggern auf Schusters Rappen durch Wald und Flur schreiten oder mit der Radlergruppe „Hopp Auf!“ zur gemütlichen Tour rund um Höpfingen, Walldürn, Neusaß und den Schlempertshof in die Pedale des Fahrrads treten wollten.

Traktoren mit von der Partie

Zeitgleich brachen auch die Traktorfahrer zu ihrer Ausfahrt auf. Angeführt von Festkönigin Denise Streckert und ihrem aus Sina Reinhard und Lea Willer bestehenden „Hofstaat“, ließen sich auch die Wanderer freilich nicht zweimal bitten. Doch alles hat ein Ende – somit auch die „Tour de Örtle“: Am späten Nachmittag trafen die Wanderer, Radler und Biker sowie die Fahrer der Traktoren wieder an der Obst- und Festhalle ein, wo das Fass mit dem vierten Schlag angezapft wurde, ehe das Freibier floss.

„Gestern in Cannstatt, heute in Höpfingen“, scherzte Erwin Nentwich und lobte auch das Engagement der GdbR „Höpfinger Vereine“ mit ihrem Vorsitzenden Sven Dargatz.

Wortakrobat Erwin Nentwich

Wortakrobat Erwin Nentwich behielt das Mikro in der Hand: Schließlich wurde die mit den meisten Teilnehmern an der „Tour de Örtle“ vertretene Gruppe ausgezeichnet; über den von Bürgermeister Adalbert Hauck überreichten Wanderpokal konnte sich auch in diesem Jahr die DLRG-Ortsgruppe freuen. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Freizeitradler der Gruppe „Hopp Auf!“ sowie die TSV-Radler, um ebenfalls Präsente entgegen nehmen zu dürfen. Der vierte Platz gebührte dem Musikverein, während die „Porschefahrer“ mit ihren Traktoren – Porsche stellte früher auch Landmaschinen her – auf dem fünften Platz landeten.

Hier nutzte Erwin Nentwich die Gelegenheit, dem DRK-Ortsverein für die Absicherung und der Sportgruppe „Hopp auf“ für die Planung der Strecken Dank zu zollen; weiterhin dankte er der Bäckerei Seitz (Gerichtstetten), der Firma Getränke-Greulich sowie der Metzgerei Kaufmann (Walldürn) für die Spende der als Preise ausgesetzten Gutscheine sowie der Distelhäuser Brauerei.

In klaren Worten fasste Nentwich seine Freude über die heuer 75 Teilnehmer und die damit einhergehende fröhliche Stimmung zusammen: „Die Tour de Örtle und das Quetschefescht funktionieren einfach immer“, rief er.

Zur Stärkung lockten Kaffee und Kuchen. Nachdem sich später die Halle zu lichten begann, verlagerte sich der Schauplatz des „Quetschefescht-Samstags“ zunächst in die Pfarrkirche St. Ägidius, wo der von den Festdamen, dem Familienkreis und dem Gesangverein umrahmte Festgottesdienst stattfand.

Fackelzug

Schließlich versammelte sich die Gemeinde zum Fackelzug, der über die Hauptstraße zur Obst- und Festhalle führet. Dort schließlich stand der vom DLRG-Ortsverein organisierte „Abend der Vereine“ ganz im Zeichen der legendären Fernsehreihe „Wetten, dass...?!“, wobei die Wetten von Freiwilligen des DRK-Ortsvereins, der Freiwilligen Feuerwehr, des TSV Höpfingen und der DLRG gespielt wurden.

Als Wettpaten ließen Bundestagsabgeordneter Alois Gerig, Bürgermeister-Stellvertreter Helmut Häfner für den erkrankten Bürgermeister Adalbert Hauck, der Walldürner „Strongman“ Marcus Franke, Jürgen Farrenkopf als Geschäftsführer der GdbR „Höpfinger Vereine“ sowie die amtierende Quetschekönigin Denise Streckert das Stimmungsbarometer beständig ansteigen, während Moderator Erwin Nentwich die bis zum letzten Platz gefüllte Obst- und Festhalle in einen Showpalast alter Schule verwandelte.

Einmal mehr ging er in der Rolle der charismatischen Conférenciers auf, der durch die Wetten führte: So wettete Denise Streckert, dass es Höpfingen nicht schafft, bis 21.45 Uhr mindestens 67 Personen in Sommer- oder Badekleidung und Badeutensil auf die Bühne zu bekommen und diese gemeinsam „Pack die Badehose ein“ singen.

Wetteinsatz wird erfüllt

Bei der Kinderwette von Marius Kaiser, Mika Dörr und Moritz Kaiser ging es darum, dass sie es in acht Minuten schaffen, einen von ihnen mit Klebeband so auf einer Tischplatte zu befestigen, dass diese anschließend aufgestellt werden kann und die Person senkrecht an der Platte für mindestens 30 Sekunden hängt.

Auch die Wette mit der Feuerwehr Höpfingen – hier kämpften Sebastian Bayer und Nicolas Hauk nicht gegen das Feuer, sondern wollten in fünf Minuten 30 Luftballons zum Platzen bringen – wurde gewonnen.

Dennoch wird der Wetteinsatz erfüllt: Bürgermeister Adalbert Hauck bietet eine kostenlose Führung für Höpfinger Kinder im Königheimer Höflein an – mit anschließenden Grillfest.

Außenwette im Tauchbecken

Im großen Tauchbecken vor der Halle fand die Außenwette mit Rebecca Eiermann und Benjamin Kaiser statt. Organisiert wurde sie durch das DRK. In vier Minuten mussten 40 Gegenstände aus dem Pool gefischt werden. Auch hier wurde der Wetteinsatz erfüllt – und 22 Personen fanden als Neumitglieder den Weg in den den Förderverein „Pro Bad“.

Die TSV-Wette mit Ellen Böhrer und Kai Nohe sah vor, dass in zehn Minuten 30 TSV’ler im „TSV-Bus“ Platz finden und die Türen trotzdem schließen. Auch hier wurde die Wette mit 32 Bus-Insassen gewonnen. Trotzdem erfüllt MdB Alois Gerig seinen Wetteinsatz und erscheint zum Putzen des Familienbads.

Am Ende wurde natürlich auch der Wettkönig gewählt. Auf dem ersten Platz fand sich die Außenwette (DRK) „Rettung aus der Tiefe“ wieder; auf dem zweiten Rang landete „Platz ist im kleinsten Bus“ (TSV), während die „An die Wand geklebt“-Wette der DLRG (Kinderwette) auf dem dritten Platz und die Feuerwehr-Wette „Der Schlauch-Luftballon ist geplatzt“ den vierten Platz belegte.

Saalwette verloren

Da die Saalwette trotz Zeitverlängerung verloren wurde, nahmen Erwin Nentwich und die „Quetschenköniginnen“ noch ein Bad im Außenpool. So verging Stunde um Stunde mit viel Spaß und den fröhlichen Klängen durch die von Peter Fieger dirigierte Trachtenkapelle Höpfingen.