Höpfingen

Beim „Quetschefescht“ 466 Teilnehmer aus 58 Ortschaften nahmen am Strickrekord-Versuch teil / MdB Gerig: „Ich bin stolz auf Höpfingen“ / Gemeinsam „stark“

30 Minuten lang glühten in „Höpfi“ die Stricknadeln

Höpfingen.Am Anfang stand Marie Böhrer, die bei der Generalversammlung des Heimatvereins Höpfingens am Beispiel einer Fernsehreportage eine Idee für das neue Jahresprogramm einwarf.

Am Ende standen – oder saßen – 466 strickfreudige Damen und Herren auf dem Vorplatz der Obst- und Festhalle, auf der um 15.48 Uhr am Sonntag eines klar war: Höpfingen ist der neue Inhaber des Rekords „die meisten Personen, die 30 Minuten lang gemeinsam stricken“.

Aus nicht weniger als 58 Ortschaften waren die angemeldeten Teilnehmer nach „Höpfi“ gereist, um von Bürgermeister Adalbert Hauck sowie den Aktiven des Heimatvereins und der Spinnstube begrüßt zu werden.

Die Liste der Orte umfasst unter anderem Obernburg und Heilbronn, Igersheim, Tauberbischofsheim, Unterbalbach, Osterburken, Schefflenz und Oberwittstadt. Genauso breit war die Altersspanne: Zur Stricknadel griffen Mitwirkende von acht bis 85 Jahren – und auch Gemeinderat Josef König gab sich die Ehre und strickte mit.

Bevor es losging, nannte Adalbert Hauck alle Regeln beim Namen: „Jeder muss ständig stricken“, informierte er. Auch „Trinkpausen“, Maschenzählen oder gar Hilfe für den Nachbarn waren strengstens untersagt. Dass den Strickfreudigen nicht langweilig wurde und die Finger nicht müde wurden, war sicher auch der Verdienst des lustigen Leierkasten-Mannes Markus Greß, der unter anderem das „Badnerlied“ anspielte und zum Mitsingen animierte.

Doch alles hat ein Ende – auch der Strickrekord: Kaum griff Bürgermeister Hauck nach genau 30 Minuten zur Glocke und läutete im wahrsten Sinne des Wortes das Ende des Rekordversuchs ein, war auch schon alles klar:

Mit 466 Teilnehmern konnte man den Rekord der meisten Personen, die gleichzeitig eine halbe Stunde lang stricken, nach Höpfingen holen. Da war die Freude groß – auch bei Initiatorin Marie Böhrer, die sich bei allen Teilnehmern sowie Bürgermeister Adalbert Hauck und Rainer Wagner bedankte.

„Nur gemeinsam konnten wir so stark sein“, betonte sie und hob hervor, dass auch die Grundschule Höpfingen sich mit einbrachte: Nachdem den Kindern das Stricken erklärt wurde, nahmen auch sie am Rekordversuch teil.

Nicht minder begeistert reagierte Bundestagsabgeordneter Alois Gerig auf die frohe Kunde: „Es ist unglaublich, wie man mit neuen Ideen die Menschen für eine Sache begeistern kann“, freute sich der CDU-Politiker und sprach von einer „unglaublichen Anzahl Strickwilliger“, mit der die kühnsten Erwartungen übertroffen wurden.

„Ich bin stolz auf Höpfingen, den Heimatverein und die Spinnstube sowie die investierte Energie“, stellte Gerig klar und war auch einer der Ersten, die zum erreichten Rekord – der bisher bei 189 Personen gelegen hatte – gratulierten. ad