Heilbronn

Würth Museum 2 Ausstellung „Weitblick – Reinhold Würth und seine Kunst“ ab diesem Sonntag in neuem Museum zu bewundern

„Schlusspunkt meiner Lebensaufgabe“

Künzelsau.„Kunst muss nicht nur schön sein – für mich ist sie ein Teil des menschlichen Panoptikums“, so beschrieb Reinhold Würth einmal seine Sicht auf Kunst. Mit der Präsentation der 150 Spitzenwerke umfassenden Ausstellung „Weitblick – Reinhold Würth und seine Kunst“, eröffnet am Sonntag das Museum Würth 2 am Kultur- und Kongresszentrum Carmen Würth Forum seine Pforten für das Publikum. Der von Sir David Chipperfield entworfene Erweiterungsbau ergänzt den Kammermusiksaal und den großen Multifunktionssaal um einen flexibel nutzbaren Konferenzbereich und ein Kunstmuseum mit Café und Foyer.

18 300 Werke

Der 85-jährige Unternehmer und große Kunstfreund Reinhold Würth sieht in der Fertigstellung des 39 Millionen Euro teuren Gebäudes „in gewissem Sinne einen Schlusspunkt in meiner Lebensaufgabe, meinem Lebenswerk“, wie er bei der Schlüsselübergabe unterstrich, an der auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnahm. Die erste Präsentation im neuen Museum, ein Destillat der zeitgenössischen und modernen Kunst in der Sammlung Würth, zeigt einen kleinen Ausschnitt der mittlerweile rund 18 300 Werke umfassenden Privatsammlung.

Mit dem neuen Haus wurde das Anliegen des Stiftungsratsvorsitzenden der Würth-Gruppe, Professor Dr. Reinhild Würth, verwirklicht, einen Ort zu schaffen, an dem die Highlights der Künstlerinnen und Künstler des ausgehenden 19., des 20. und 21. Jahrhunderts in der Sammlung Würth dauerhaft gezeigt werden können, analog zur Dauerpräsentation der Alten Meister der Sammlung Würth in der Schwäbisch Haller Johanniterkirche.

Die Sammlung Würth umspannt inzwischen 18 300 Werke aus rund fünf Jahrhunderten, die der Unternehmer und Kunstsammler im Verlauf von fast 50 Jahren zusammengetragen hat.

Das Carmen Würth Forum bietet damit eine Kombination von Kunst, Kultur und Unternehmen, wie sie sonst nicht üblich ist.

Das mache auch die Besonderheit aus, und das Kongresszentrum stelle damit den zentralen Kraftpunkt der Würth-Gruppe dar, die in diesem Jahr auf ihre 75-jährige Firmengeschichte zurückblickt, wie bei der Schlüsselübergabe zum Ausdruck kam.

Bei der ersten Begehung meinte Ministerpräsident Winfried Kretschmann „Die Region Hohenlohe und damit ganz Baden-Württemberg gewinnen mit dem Museum Würth 2 ein Haus der ästhetischen Wohltaten hinzu. Die mäzenatischen Impulse, die Reinhold Würth damit weit über die Region hinaus setzt, sind bemerkenswert und für Baden-Württemberg eine große Bereicherung“.

Symbol für die Gemeinschaft

Architekt Chipperfield sieht in dem Gebäude einen Ort des Zusammenkommens und eine Geste an die Mitarbeiter von Würth. Mit dem zweiten Bauabschnitt vollende man das Carmen Würth Forum und die Vision Reinhold Würths. Das neue Museum sei auch gleichzeitig ein Symbol für die Gemeinschaft über den Arbeitsplatz hinaus und eine Schnittstelle, die zwischen dem Unternehmen und der größeren Gesellschaft außerhalb vermittle. Im Erweiterungsbau mit bis zu fünf Meter hohen Räumen, sorgt eine Decke mit mattierten Gläsern für wechselnde Beleuchtungsstimmungen.

Verglastes Belvedere

Über ein verglastes Belvedere ermöglicht das Museum Blicke in die Weite des Hohenloher Landes und in den erweiterten Skulpturengarten rund um das Carmen Würth Forum mit Arbeiten international renommierter Bildhauer.

Im Kabinett im Untergeschoss haben kleinere Formate und lichtempfindliche Arbeiten Quartier bezogen. Durch einen Innenhof mit viel Grün, um den ein Kunstshop und ein Café Atrium gruppiert sind, wird das Museum mit dem Konferenzbereich verbunden, der elf modern ausgestattete Räume für bis zu 700 Personen bietet.