Hardheim

DRK Hardheim Selbst konstruierter Altkleidercontainer in Betrieb genommen / „Müllsündern“ künftig dank Videoüberwachung auf die „Schliche“ kommen

Weiterer Meilenstein für die Entsorgung

Archivartikel

Hardheim.Rührige Hände haben in den vergangenen Wochen einen selbst konstruierten Altkleidercontainer auf dem Gelände des DRK Hardheim geschaffen. Das DRK hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme durch absichtliche Fehleinwürfe in die Altkleidercontainer in der Ferdinand-Müller-Straße. „Bauschutt, Restmüll und verdorbene Lebensmittel. Alles war in unseren Containern zu finden“, sagt DRK-Vorsitzender Joachim Sieber. Solche Entsorgungen machten den ehrenamtlichen Helfern natürlich keine Freude.

Ermittlungen nicht erfolgreich

Gab es hin und wieder Erkenntnisse über die Identität der „Täter“, waren die Ermittlungen und Sanktionen durch Polizei und Gemeindeverwaltungsverband nicht so erfolgversprechend, wie es sich die Rotkreuzler gewünscht hätten. „Dabei waren schon einige stichhaltige Beweise dabei“, berichteten unisono die DRK-Helfer, die wöchentlich zweimal die Container in der Ferdinand-Müller-Straße leerten. „Aber es geht ja nur um eine Ordnungswidrigkeit und nicht um ein Verbrechen“, so ihr Resümee über die mangelnde Aufklärungsarbeit.

Nun haben sie die berühmte „Schnauze“ voll. Sie griffen zur Tat und konstruierten und fertigten einen eigenen Altkleidercontainer vor der Hofeinfahrt zum DRK-Vereinsheim. Wie engagiert die Helfer zu Werke gingen, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Tim Stolzenberger: „Natürlich waren wegen der Metallarbeiten auch die entsprechenden Fachleute gefragt. Aber bei der Fundamentierung und Pflasterung des Platzes allein waren zwölf Helfer zugange, so dass die Arbeit rascher von statten ging als geplant“, so sein Fazit. Sein besonderer Dank galt dabei dem Gartenbau-Unternehmen Thomas Henn für das Ausbaggern und Planieren der Stellfläche.

Wertvolle Hilfen

Unzählige Stunden der Planung und Vorbereitung gingen voraus und eine überaus wertvolle Hilfe war die Sachkunde des Hardheimer Firmenchefs Alex Leiblein, der die „Amateure“ des DRK beriet und den Einbau der Einwurfklappen übernahm. Mit wertvollen Tipps und einem jederzeit offenen Ohr unterstützte seitens der Gemeinde Hardheim auch deren Bauhofleiter Nico Beyer die Maßnahme.

Genau 15 Jahre nach der Eröffnung des Wertstoffhofes des DRK, welcher im Auftrag der Abfallwirtschaft (KWIN und AWN) des Landkreises betrieben wird, wurde nun ein weiterer Meilenstein für eine geregelte Entsorgung der Bevölkerung verwirklicht.

Bisherigen Standort entzerren

Und einen zweiten Aspekt verfolgt das DRK Hardheim mit der Installation der neuen Container: Mithilfe einer eigenen Video-Überwachung, die nur das Gelände des DRK erfasst, will man „Müllsündern“ auf die „Schliche“ kommen und sie namhaft machen. Mit der Verlegung der Altkleiderannahme wird nicht zuletzt ein weiterer Aspekt berührt: Der bisherige Standort von Altkleider- und Altglascontainern in der Ferdinand-Müller-Straße wird entzerrt.

An diesem Platz mit unzureichenden Sicht- und Lichtverhältnissen soll nach der Entfernung der Kleidercontainer künftig Müllsündern das illegale Ablagern erschweren.