Hardheim

„Marsch gegen den Hunger“ Aktion am 22. September soll drei gemeinnützige Projekten finanziell unterstützen

Wandern für die „Hilfe zur Selbsthilfe“

Hardheim/Walldürn.Mit dem am Sonntag, 22. September, in Hardheim erneut bevorstehenden „Marsch gegen den Hunger“ des Fördervereins für die Missionsarbeit soll wieder ein Beitrag zur Überwindung von Hunger und Krankheit in der Welt geleistet werden. Mit der Aktion „Wandern für die Andern – Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen Hilfsprojekte in Tansania und Brasilien unterstützt werden. Die katholischen Seelsorgeeinheiten aus Hardheim/Höpfingen und Walldürn als Organisatoren dieser schon über 30 Jahre durchgeführten Tradition garantieren, dass die Hilfen unmittelbar zur Überwindung großer Not verwendet und die Menschen zur Eigeninitiative angeregt werden.

Um 9 Uhr geht es los

Die Teilnehmer starten um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Alban in Hardheim. Hauptzelebrant wird Pater Thomas Barungi aus Uganda sein. Er wird musikalisch unterstützt durch die Gruppe „Rückenwind“. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr hat Dr. Thomas Koch (Ingelheim) übernommen. Nach dem Gottesdienst machen sich die Teilnehmer zusammen auf den Weg, den die Organisatoren der Seelsorgeeinheit Hardheim/Höpfingen für diese erkundet haben. Nach der Rückkehr ins Pfarrheim gibt es ab 11.30 Uhr Essen und Getränke. Bei dieser Gelegenheit werden die Projekte vorgestellt, die unterstützt werden sollen.

Behandlung nicht bezahlbar

Es geht um den Ausbau einer Pflegestation in Matanana, einem Dorf im Norden Tansanias in einer rauen, abgelegenen Bergregion ohne befestigte Straßen, ohne Strom und trinkbares Wasser. Viele Menschen, besonders Kinder, sterben an einfachen Infektionen, weil Krankenbehandlung nicht bezahlt werden kann oder die 30 Kilometer Fußweg zu weit weg sind. Genau dort engagiert sich Matanana, ein innovativer Verein mit deutschen Ärzten in Zusammenarbeit mit einheimischen Fachkräften. In den zurückliegenden Jahren wurde dank der Spenden eine Krankenstation aufgebaut, an der zwei örtliche Krankenschwestern für eine durchgängige medizinische Betreuung sorgen.

Außerdem wurde eine gesunde Wasserversorgung durch Brunnen sichergestellt, durch den Zugang zum Stromnetz sind notwendige elektronische Geräte wie Ultraschall, Sterilisator und Kühlschränke einsetzbar. Weiterhin werden Eltern unterstützt, wirkungsvolle Heilpflanzen anzubauen und gegen Infektions- und Tropenkrankheiten wie Malaria einzusetzen. Ziel beim diesjährigen Hungermarsch ist die Finanzierung des Daches für den Bau einer zusätzlichen Pflege- und Behandlungsklinik und die Beschaffung von medizinischem Gerät. Das Gebäude wird durch die Bewohner des Dorfes und ortsansässige Handwerksbetriebe errichtet.

Novizinnen des Klosters

Die Schwestern in Kwamndolwa sollen Hilfe bekommen im Bemühen um eine qualifizierte Ausbildung mit Prüfungen an den Hochschulen in Tansania für Novizinnen des Klosters für deren späteren Einsatz als Krankenschwestern, Erzieherinnen oder Lehrerinnen. Weil an allen Institutionen Schulgeld zu bezahlen ist, sind die Eltern der Klosterschülerinnen und die Kongregation der Schwestern damit überfordert. Die Oberin der „Schwarzen Schwestern von den Usambarabergen“ bittet deshalb, mit einem Teil des Erlöses ihrem Kloster zu helfen.

Katholischer Stamm

Schließlich ist über Bischof Meinrad Merkel Hilfe für den Bau einer kleinen Kirche in Traira, etwa 40 Kilometer von Humaita, Brasilien, für den Indianerstamm der Parintintins vorgesehen. Dieser Stamm besteht aus etwa 70 Familien, alle katholisch. Sie besitzen eine gute Infrastruktur und leben vom Anbau von Maniokpflanzen.

Durch die Nähe zur Stadt sind sie sehr weltoffen, bleiben aber ihrer eigenen Kultur und ihrem Stil treu. Seit zehn Jahren wünschen sie sich eine kleine Kirche, deren Kosten sie selbst nicht tragen können, da die Einkommen dazu nicht ausreichen. Laut Kostenvoranschlag werden etwa 5000 Euro benötigt.