Hardheim

Kompostwerk Schweinberg Baubeginn soll im März sein

Umbau und Erweiterung

Schweinberg.Immer wieder sorgte die KWB-Niederlassung in Schweinberg seit ihrem Arbeitsbeginn für Ärger wegen Geruchsbelästigungen in großem und spürbarem Ausmaß. Das soll sich bald ändern: Die Firma KBW will in diesem Jahr in Schweinberg eine geschlossene Anlieferungshalle mit Abluftanlage für Bioabfälle bauen und die Halle zur Behandlung des Kompostes erweitern. Baubeginn soll im März sein, so Betriebsleiter Alexander Weber. Der Technische Ausschuss des Gemeinderates hat das Vorhaben bereits im vorigen Jahr abgesegnet.

„Keine Douglas-Parfümerie“

„Eine Douglas-Parfümerie sind wir nicht“, ist sich Andreas Achauer, einer der beiden Geschäftsführer der Kompostwerk Bauland GmbH & Co.KG (KWB) mit Hauptsitz in Pfaffenhofen bei Heilbronn, bewusst. „Nach den Umbauten werden aber die Belästigungen weniger“, ist er überzeugt. Dazu gehört auch die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch herumfliegende Plastikteile, die vom Wind oder von Füchsen auch außerhalb des Betriebsgeländes verbreitet werden.

Wichtige Arbeitsschritte wie Annahme, Zwischenlagerung, Transport des Bioguts in die Rotteboxen, spätere Absiebungen und die Lagerung der Siebreste werden künftig in geschlossenen Räumen erfolgen. Dadurch wird der Geruch ebenso reduziert wie durch den zusätzlichen Einbau von Biofiltern.

Bisher wurden die genannten Arbeitsschritte im Freien oder in einer offenen Halle ausgeführt. Und wenn das Biogut einmal zwei bis drei Wochen liegt, riecht es – verstärkt natürlich bei höheren Temperaturen.

Ganz wichtig ist Achauer der Hinweis, dass es keine Mengenerhöhung bei dem verarbeiteten Biogut geben wird. Dieses setzt sich aus dem Bioabfall der Haushalte verschiedener Landkreise zusammen. Naturbedingt fallen im Sommer und Herbst deutlich höhere Mengen an (30 bis 40 Prozent mehr) als beispielsweise im Winter.

Optimierung der Arbeitsschritte

Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass die Siebung nach der Vorrotte nicht sinnvoll ist, da hierbei Strukturmaterial, das für die Luftzuführung erforderlich ist, entnommen wird. Aus diesem Grund werden künftig beide Absiebungen (60/80 und 15 Millimeter) in der Halle nach der Nachrotte vorgenommen. Der Kompost ist dann auch trockener, so dass sich die Fehlwürfe besser abtrennen lassen und die Geruchsentwicklung geringer ist als beim Absieben von vorgerottetem Material, das noch einen höheren Wassergehalt aufweist. Dazu werden in Zukunft die Siebmaschinen hintereinander geschaltet, so dass ein Arbeitsgang eingespart werden kann. An der Art der Siebung ändern sich nichts. Als weitere technische Verbesserung sollen in Zukunft eingebaute, stationäre Magnetbänder Verwendung finden. i.E.