Hardheim

Von Allerheiligen bis Ende November Stationen in St. Alban und St. Ägidius mit besonderen Gedanken und Impulsen

Trostwege begleiten durch die dunkle Zeit

Archivartikel

Hardheim/Höpfingen.Von Allerheiligen bis Ende November sind in den Pfarrkirchen St. Alban Hardheim und St. Ägidius Höpfingen wieder Troststationen zu finden, die dazu einladen, sich mit den dort ausgelegten Gedanken und Impulsen auseinanderzusetzen.

In Hardheim steht der Trostweg unter dem Thema „Mit Elija Mut fassen – mit ihm trauern, kämpfen, lernen – mit ihm Gott begegnen“. Wichtige Momente im Leben des Propheten Elija werden an den verschiedenen Stationen gedeutet und laden ein, sich selbst mit seinen Erfahrungen darin wiederzufinden.

Kornelia Benig vom Team „Trauerbegleitung“ der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland weist darauf hin, dass die begleitenden Texte an den Stationen helfen, Leben und Erfahrungen des Propheten zu verstehen. Dabei wird jeweils Bezug genommen auf das eigene Trauer-Erleben nach dem Verlust eines geliebten Menschen.

Propheten seien Menschen, die ihr Leben ganz in den Dienst an Gott gestellt haben und dabei alle Varianten einer Gottesbeziehung durchleben mussten. „Von Begeisterung, vollem Einsatz für Gottes Sache bis hin zu Zweifel, Trauer und Gottferne“, ergänzt Claudia Beger.

Im Leben eines jeden Menschen gäbe es Wüstenzeiten, ausweglose Situationen, Zweifel und Verzweiflung. Dies sei Thema der ersten Station, so Christine Schmitt. Uschi Butterweck stellt an der zweiten Station die Einladung vor, mit Steinen der Erinnerung ein Lebensbild zu legen. Eine weitere Station lade ein, sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen, die aufstiegen, wenn man an einen Menschen denkt, um den man trauert.

In diesem Jahr konnte endlich dem von vielen geäußerten Wunsch nach einem Ort entsprochen werden, an dem man Kerzen für ein Gebet entzünden kann. Hier gehe es um die Situation, in der sich der Prophet unter einen Ginsterstrauch setzt und nicht mehr die Kraft findet, weitergehen. Wer einen lieben Menschen verloren habe, kenne solche Gedanken, führt Wolfgang Kaufmann aus. Gerade in solchen Lebensphasen sei es wichtig, Orte zu haben oder Menschen zu begegnen, die der Seele Nahrung schenken können.

Evelina Hartmann, Mitarbeiterin im Freiwilligendienst, engagierte sich in der Ausgestaltung einiger Stationen und sorgt mit dafür, dass alle Texte stets wieder aufgefüllt werden.

Führung mit Kornelia Benig

Eine begleitete Führung durch den Trostweg in der Hardheimer Kirche bietet Kornelia Benig am Dienstag, 5. November, um 17 Uhr an.

Die Impulse in der Höpfinger Kirche geben Hilfestellung für den Umgang mit Trauernden und stellen das Bild „Engel des Herzens“ in die Mitte.