Hardheim

Volkstrauertag An der Kranzniederlegung in Hardheim nahmen Bürgermeister Rohm, Landrat Dr. Brötel, Oberstleutnant Pane und Oberstleutnant Bongartz teil

„Tag der traurigen Erinnerung und des Mahnens“

Archivartikel

Hardheim.In sehr kleinem Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand am Sonntag auf dem Friedhof in Hardheim die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal waren Bürgermeister Volker Rohm, Landrat Dr. Achim Brötel (der Landkreis hat die Patenschaft für das Panzerbataillon 363 übernommen), Oberstleutnant Pascal Pane und Oberstleutnant Carolin Bongartz vor Ort.

Rohm erwähnte, dass der Volkstrauertag von großer Bedeutung sei. Er erinnere an die nach dem Zweiten Weltkrieg begonnene Zeit von Frieden und Wohlstand, aber auch an unruhigere Episoden der Weltgeschichte: „Nicht vergessen werden sollten die Jahre zwischen 1945 und 1954, in denen Vertreibung, Kriegsgefangenschaft, Leid und Elend, Krankheit, Unterversorgung und Tod ungezählter Menschen als Spätfolgen des Krieges im Mittelpunkt standen.“

Leider erfahre auch der Volkstrauertag eine allmählich sinkende Anteilnahme: „Den Meisten sind selbst erlebte Bilder und Erinnerungen des Schreckens fremd, erspart geblieben“, merkte Rohm an und ließ wissen, dass in diesem Jahr alles ähnlich und doch ganz anders sei. Zwar gedenke man den Verstorbenen und den schrecklichen Kriegsereignissen, doch habe Corona die Gesellschaft derzeit aus der Bahn geworfen und werfe Vergleiche zu den schweren Jahren auf.

Die aktuellen Einschränkungen stünden jedoch in keinem Vergleich zur täglichen Angst um das nackte Überleben während eines jahrelangen Kriegs. „Deshalb ist es bei allem Verständnis für die Kritik aus Reihen der Jugend, Familien, von Kranken und Menschen in Pflegeeinrichtungen wichtig, gewisse Relationen wieder herzustellen.“

Gerade jetzt könne man dahingehend den Sinn des Volkstrauertags intensiver spüren und ihn bewusst als Tag der traurigen Erinnerung und des Mahnens sowie als Tag, an dem Trauer und Sorge Gehör finden, wahrnehmen.“ ad